Wasser in den Beinen

Artikel .1182 vom 11.07.2022

Ödeme, meist Knöchelödeme. Typisch bei Herzinsuffizienz, wenn das Herz also „zu schwach pumpt“. Dann bleibt am tiefsten Punkt, unten an den Knöcheln, Wasser stehen.

Wenn derjenige, welcher aber erst 25 Jahre alt ist? Nix Herzinsuffizienz. Oder wenn diejenige, welche, nämlich die Mailschreiberin (unten) zwar über 70 Jahre ist, aber nur knapp 50 Kilogramm wiegt, viel Sport und Gymnastik treibt, wenn ihr Herz laut Kardiologe gesund ist?

Was dann? Weshalb dann Wasser in den Beinen?

Spannend. Wie ich alles, was den Menschen betrifft, spannend finde. Aber lesen Sie doch selbst:

„Habe seit einigen Monaten geschwollene Knöchel und Unterschenkel. Aufgrund von Blutdrucksenker namens Exforge, der jetzt abgesetzt wurde.

Nehme seit einer Woche Entwässerungstablette (HCT-CT) ohne Wirkung.

Bin über 70 Jahre, sehr schlank, bewege mich viel (Fahrrad, Nordic Walking, Gymnastik, Gartenarbeit …). Blutdruck schwankend, hin und wieder Entgleisungen und Rhythmusstörungen …

Kardiologisch alles in Ordnung. Nieren in Ordnung. Was kann ich tun?“

Was sie tun kann? Sie könnte sich ärgern. Denn das Wasser in den Beinen verdankt sie

Ödeme verstärkt! Nennt man Medizin. Tabletten-Medizin. Pharma-Medizin. Die höret nimmer auf. Wenn Sie einmal mit einem Medikament anfangen … dürfte den meisten von Ihnen freilich klar sein. Nur… was wollen Sie tun? Wenn der Herr Doktor in seinem weißen Kittel … der sollte es doch wissen.

Sollte er.

Auf die mail habe ich geantwortet. Ganz banal. Möchten Sie´s hören?

„Was tun? Lesen Sie News vom 16.11.2010“

Das war´s. Erklärt Ihnen zweierlei: Bei jüngeren Leuten (z.B. Triathleten!) verschwinden Knöchelödeme, wenn Sie den Eiweißspiegel im Blut anheben. Hintergrund „niedriger onkotischer Druck“. Sie könnten nachlesen (News vom 03.04.2008).

In diesem Fall waren die Blutgefäße undicht. Flüssigkeit ist (natürlich unten am stärksten) in den Knöcheln ins Gewebe getröpfelt. Undicht?

Verursacht durch das Blutdruckmittel. Nämlich Kaliummangel. Und verstärkt durch das daraufhin folgende Entwässerungsmittel. Erneut Kaliummangel. Die Sache wird zwangsläufig immer schlimmer.

Praktische Abhilfe in diesem Fall also: Kalium auf über 5,0 mmol/l. Gar nicht so leicht. Merkt man erst nach ein paar Wochen (dass das gar nicht so leicht ist). Und zusätzlich Eiweiß würde die Entwässerung beschleunigen.

Wenn Sie einem Mitmenschen, also der Dame in der News vom 16.11.2010 glauben wollen, kann man auf diese Weise

Nicht nur schlank,
sondern auch knackig

werden. Interessiert?

PS: ist es nicht wundervoll, wenn man Menschen durch ein paar Mineralien und Ernährungsumstellung so begeistern kann, dass sie von „knackig“ schwärmen?

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