Long-Covid: Wir waren selbst überrascht

Artikel .1180 vom 27.06.2022

Thema Long-Covid. Interview im FOCUS. Wirkliches Thema: Was tun? Verblüfft mich immer wieder: Da forschen wir, raten wir, philosophieren wir jahrelang in unserem faustischen Drang nach der Wahrheit, nach dem Hintergrund, nach den Gründen für – in diesem Fall – Long-Covid. Laut dem Neurologen Prof. Kleinschnitz, Uni Essen, nix Fassbares. Man findet nix. Also psychosomatisch.

Da drehts mir nicht etwa den Kragen, aber den Magen um. Diese Arroganz! Wenn ich etwas nicht weiß, dann äußere ich mich lieber etwas vorsichtiger. Und stemple einen Patienten nicht gleich als „psychiatrisch“ ab.

FOCUS interviewt einen interessanten Internisten, Nephrologen, Umweltmediziner namens Straube. Der maßgeblich die Apherese in der Praxis weiterentwickelt hat. Also die Blutwäsche. Und da lesen wir:

„Zu uns kommen Menschen mit Autoimmun-Erkrankungen, Infektionen, Stoffwechselstörungen oder solche, die unter Umweltbelastungen (Gifte…) leiden. Bei vielen chronischen Erkrankungen spielen ja Entzündungen, Autoimmun-Reaktionen und Umweltgifte eine große Rolle….

… wir verzeichnen gute Erfolge beim chronischen Müdigkeitssyndrom, Multipler Sklerose oder chronischen Virusinfektionen wie Hepatitis C.

Jetzt sind Patienten mit Post- und Long-Covid neu hinzugekommen. ÜBER DIE ERFOLGE HIERBEI WAREN WIR SELBST ÜBERRASCHT“.

Zitat Ende. Kann ich ihm nur gratulieren und ihm versichern, dass mich seine Erfolge nicht wundern. Wir wissen, dass gefährdete Menschen (unhöflich ausgedrückt: BMI über 30) tatsächlich schädliche Autoimmun-Antikörper als Reaktion auf das Corona-Virus bilden. Und, noch wichtiger:

Man bei Long-Covid-Patienten tatsächlich Autoimmun-Körper gegen NEUROTRANSMITTER-REZEPTOREN messen und isolieren kann. Gewusst? So etwas kann und weiß Dr. Schmidt, Roth.

Wenn ich also nicht nur allgemein Entzündungsstoffe (Interleukine….), sondern sogar Autoimmun-Antikörper per Apherese (Blutwäsche) aus dem Blut beseitigen kann, sollte es Long-Covid-Patienten tatsächlich unmittelbar sehr rasch besser gehen. Genau das drückt Dr. Straube im FOCUS-Gespräch aus.

Erlauben Sie mir dazu zwei Anmerkungen:

Erinnern Sie sich an meine Gebrauchsanweisung? Als Frührentner darf ich ja immer deutlicher sprechen. Also noch einmal: Bei Autoimmun-Krankheiten zunächst und zuerst:

 

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