Aminos oder Psychiatrie

Artikel .1179 vom 20.06.2022

Haben Sie ein Glück: Sie wissen mehr als viele deutsche Psychiater oder Psychologen. Sie wissen nämlich, dass Ihr Denken, dass Ihre Stimmung, dass Ihr Lebensglück bestimmt wird von Neurotransmittern im Gehirn. Stoffe mit putzigen Namen, die Ihnen aber inzwischen vertraut sind.

Moment, Moment. Das weiß der Herr Psychiater auch. Drum gibt er ja die typischen Psychopharmaka, welche diese Neurotransmitter im Gehirn (Serotonin, Dopamin, Noradrenalin…) anheben sollen. Tja. Ja eben: SOLLEN.

Wir glauben nicht an fragwürdige Umwege mit Nebenwirkungen (das sind Psychopharmaka), sondern an die Natur. An die Evolution. An den direkten Weg. Wir führen uns diese Neurotransmitter in purer, reiner, natürlicher Form zu. Oder ihre Vorstufen.

All das wissen Sie.

Seit Ihnen klar ist, dass Ihr gesamter genetischer Apparat, also die Chromosomen, die DNA, Ihre Gene, einzig und allein von Aminosäuren abhängt, für Aminosäuren zuständig ist, verstehen Sie auch die folgende Story. Tägliches, grausliges Leid. Beruhend auf dem ach so häufigen, der deutschen Medizin unbekannten

KATASTROPHALEN AMINOGRAMM

Also dann mal handfest:

„In Tränen, von Weinkrämpfen geschüttelt berichtet sie mir von dem Leid eines ganzen Jahres: Sie könne nichts mehr essen. Ständiger Durchfall, Bauchschmerzen, leistungsunfähig, kein Antrieb. Von Klinik zu Klinik, von Arzt zu Arzt. Verschrieben hätte man ihr Psychopharmaka.

Ja was denn sonst? Bleiben wir fair: Das Blut, das übliche Blut tadellos. Völlig überraschend. Sogar Hämoglobin, sogar Ferritin, sogar die Elektrolyte. Schlichtweg gesund. Freilich hatte man gefunden so Dinge wie Laktasemangel, aber das habe ich auch. Oder wie Fructose/Sorbitunverträglichkeit. Aber das haben ja 30% der Deutschen. Da isst man eben ein bisschen anders.

Hatte sie alles schon versucht. Kein Erfolg. Hoffnungslos. Da bleibt nur der Weinkrampf.

Was glauben Sie, wie diese alltägliche Story weitergeht? Du meine Güte, die medizinische Wissenschaft ist hier doch nicht hilflos. Nur möglicherweise ein paar deutsche Ärzte. Das mag sein. Wir haben also erneut Blut abgenommen. Das übliche und ... eben ein bisschen mehr. Interessiert haben auch verschiedene Viren, auch Immunparameter, und dann natürlich die Aminosäuren. Das Aminogramm.

Und da stand die Lösung. Klar und deutlich. Extreme Mangelzustände praktisch aller essentiellen Aminosäuren. Erinnern Sie sich? Essentiell heißt: Wenn eines fehlt, ist der Mensch tot. Und was ist dann, wenn nur die Hälfte da ist? Ja, dann kann man nichts mehr essen und muss weinen.“

Und wenn Sie dann genügend gejammert haben, eine Ärzte-Odyssee hinter sich haben, dann bleibt eben – alles völlig verständlich – nur noch eine psychiatrische Diagnose. Mit entsprechenden Tabletten.

SIE, liebe Leserin, lieber Leser, sind weiter. Sie wissen, dass man Krankheiten, auch unerklärliche, sehr wohl diagnostizieren, sehr wohl „messen“ kann. Denn irgendwie muss sich dieser grauslige Zustand ja „abbilden“.

Selbstverständlich nicht auf einer Röntgenaufnahme oder einem Kernspin. Wohl auch nicht „elektrisch“ durch EKG oder EEG. Nein, nein, die Lösung ist eine hochmoderne, hier in Deutschland entwickelte (!!!!), nämlich

MOLEKULAR MEDIZIN

kulminierend im tiefsten, wirkungsmächtigsten Blick in Ihre Körperchemie, nämlich dem

AMINOGRAMM

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