Ganz kurz und präzise

Artikel .1117 vom 12.04.2021

Wohl verstanden: Der folgende Text stammt nicht von mir. Den lesen Sie auch nicht in einem medizinischen Lehrbuch. Und hören Sie wohl kaum von Ihrem Onkologen, Ihrem Krebsarzt. Der Text stammt vom Patienten selbst. Der hat das Ganze sehr persönlich erlebt und möchte… Ihnen Hoffnung machen.

Worum geht’s?

Prostata-Carcinom. Häufig. Präzise schulmedizinische Diagnostik (das kann die Schulmedizin ganz ausgezeichnet!). Nämlich

Normales Vorgehen: Operation. Risiko dabei: Erektionsstörung, Windel. Alles bekannt. Aber lassen wir von nun an den Patienten selbst sprechen:

„War im Juni 2020 bei Ihnen. Diagnose: Prostata-Carcinom.

Auf Ihren Rat hin ernähre ich mich seitdem ketogen, nehme NEMs wie empfohlen und mache praktisch jeden Tag mindesten 30 Min. Sport.

Auf Ihren Rat habe ich Dr. XY in Heidelberg aufgesucht.

Im März 2021 Nachuntersuchung:

Ich mache weiter so (NEMs, Sport, Ernährung …). Bitte machen auch Sie weiter so! (Aminobuch lese ich gerade).“

Kurz, knapp, präzise. Der Urologe hatte selbstverständlich Operation empfohlen. Leitliniengerecht, das wollen wir nicht vergessen. Dass es auch anders geht … dürfen Sie hier lesen.

Wohl verstanden: Krebs ist kein einmaliges Ereignis. Stichwort Tumorstammzellen. Jeden einzelnen Tag in Ihrem Leben entscheiden Sie über Gesundheit/ Krankheit. Jeden einzelnen Tag werden Sie angegriffen von Bakterien, Viren, Krebszellen usw. Jeder von uns.

Jeden einzelnen Tag entscheiden wir mit unserem Lebensstil (Epigenetik), ob wir diese Angriffe erfolgreich abwehren.

Bewegung – Ernährung – Denken: Der junge Mann oben hat Epigenetik verstanden.

Die Biopsie

Ist ein Nadelstich in Ihren Körper. In verdächtiges Gewebe. Man versucht, ein paar Zellen zu gewinnen, um dann zu entscheiden, ob Krebs vorliegt oder nicht. Vernünftiges Vorgehen.

Wissen wir wirklich, was wir tun?

Wie viel „überflüssige“ Biopsien also? Biopsien, wohlverstanden, in gesundes Gewebe. Wo sich Krebs nicht bestätigt hat. Wenn Sie glauben, das mache doch nichts ...

Wissen wir wirklich, was wir da tun?

Kommt hinzu: Krebsgewebe ist stärker durchblutet. Man kann ja tatsächlich die Kapillaren abzählen.

Die Aggressivität eines Karzinomes nimmt tatsächlich zu mit der Kapillarisierung. Weiß man auch vom Prostatakarzinom. Und jetzt: bei der Biopsie sticht man in dieses maximal durchblutete Krebsgewebe hinein. Zerreißt die Kapillaren, zerreißt feinste Gefäße (zusammengelegt) auf eine Länge von 20-50 m (Metern!). Verteilt also Krebszellen im ganzen Körper.

Zusätzlich kommt es zu einer sogenannten molekularbiologischen Katastrophe: freigesetzt werden Faktoren (lesen und staunen Sie) wie TGFß, FGF, PDGF, VEGF, CCL2, CCL5, CCL28 sowie uPA und T-reg-Zellen. Heißt in Summe: alle diese Faktoren begünstigen den Krebsprozess und wirken als „Brandbeschleuniger“.

Das also tun wir mit einer Biopsie. Mit einer wohlgemeinten:

Ausweg? Gibt es hochmoderne, kaum bekannte, aber genügend viele. Einen haben Sie soeben kennen gelernt.

Nannte PD Dr. Dr. Martin Grimm einen "Meilenstein in der Krebsdiagnostik". Recht hat er. Und weshalb wird an seiner Klinik noch biopsiert?

Quelle: Privatarzt Gynäkologie 1, Feb. 2014, Seite 16

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