Vitamin E und Tocotrienole

Artikel .1068 vom 11.05.2020

Vitamin E ist eines der vielen Schutzmittel in der Natur. Schützen uns, den Menschen. Weil Vitamin, ist es essentiell, was bedeutet: Sie müssen es essen.

Sie müssen!

Und das tat der Mensch seit jeher. Er hat sich geschützt. Vor freien Radikalen. Also vor zu viel Sonne, vor Radioaktivität und heute vor Smog, Ozon, Zigarettenrauch…. Der Hauptfeind selbstverständlich heißt Stress. Haben wir langsam verstanden.

Radioaktivität? Ich vergnügte mich 9 Jahre im Humanistischen Gymnasium Erlangen. Erbaut aus Sandstein vom Burgberg. Kurz nach meinem Abitur fand man heraus: das Gestein war völlig verseucht mit Radon. Stark strahlend. Freilich nur auf wenigen Millimetern. Aber wir haben´s doch angelangt, oder?

Will sagen: Sie ahnen gar nicht, wie viel schädlicher Strahlung Sie ausgesetzt sind.

Vitamin E besteht, wie Sie ja wissen, aus zwei großen Anteilen, den

Tocopherolen sowie
Tocotrienolen.

Kommt beides immer zusammen vor in der Natur. Also sollte der Mensch das genauso zu sich nehmen. Gescheit, wie er ist, tut er es natürlich nicht. Deshalb diese News:

Mit dem ganz normalen Vitamin E- Gemisch wurde die entscheidende Studie zum Thema Herzinfarkt gemacht: die CHAOS-Studie aus Cambridge. Unangreifbar. Randomisiert, Placebo-kontrolliert etc.

Ergebnis: 400 I.E. Vitamin E verhindern den Herzinfarkt um 77%. Eine Sensation!
Hat die gesamte Statin-Wirtschaft aufgewühlt. Seither werden Vitamine auf allen Fronten bekriegt. Mit Milliarden Dollar Einsatz (Statin-Umsatz ca. 50 Milliarden weltweit). Die konnten nämlich keine 77% bieten.

So ging´s los. Vitamine wurden plötzlich ernstzunehmende Gegner. Daher finden Sie diese ungeheure Menge an Schrottstudien, die die Sinnlosigkeit und Gefährlichkeit von Vitaminen beweisen sollen.

Von Vitaminen!

Also von reinsten Naturstoffen, noch dazu essentiell für das menschliche Leben, wobei 8 von 13 Vitaminen mit Nobelpreisen „prämiiert“ wurden. Nobelpreise kriegt man ja meines Wissens nicht für Beta-Blocker und Chemotherapie…

Jetzt kommt´s: Biochemiker haben sich nun einen Teil des Vitamin E angeguckt. Die Tocotrienole. Eine Beimischung. Und haben gefunden:

Was für wundersame Heilmittel die Natur uns doch anbietet. Zum Glück gibt es eben doch sehr viel mehr klügere Menschen, als wir Ärzte (ausdrücklich!) es annehmen: Menschen, die aus freien Stücken in Eigenverantwortung tagtäglich Vitamine schlucken. Vielleicht ohne all dies Hintergrundwissen, aber eben ... intuitiv richtig.

Besonders der Schutz vor Radioaktivität hat mich – der jahrelang täglicher Überdosis ausgesetzt war, auch während meines Physikstudiums – überzeugt. Wissend, dass wir hier in Bayern immer noch mit den Folgen von Tschernobyl leben... dürfen. Stichwort Wildfleisch, Stichwort Pilze…

Für mich persönlich: Neben Glutathion (News siehe unten) schützen meine Zellen jedenfalls Tocotrienole. In einer immer höheren Dosis.

PS: Kommen sofort wieder Ihre Fragen: Wie viel soll ich nehmen? Als ob ich das nicht schon 10.000 Mal beantwortet hätte: Messen. Messen Sie den Vitamine E – Spiegel. Der gilt auch für Tocotrienole. Und neben dem Wort messen hat bei mir das Wort lesen eine hohe Wertigkeit.

Lesen, das war, wenn Sie sich erinnern, das damals in der Volksschule. Dämmerts? Da gab´s ein A, ein B, ein Ts, auch mal ein Ef…

Will sagen: Wozu schreib ich Vitamin-Bücher, wenn Sie mich dennoch tagtäglich mit genau den Fragen löchern, die dort drin längst beantwortet sind. Zum Beispiel die erstrebenswerte Menge von Vitamin E (beide Sorten zusammen) im Blut.

PS II: Wissen Sie, was dahinter steckt? Sie sind dressiert, geschult worden in Abgabe von Eigenverantwortung. Sie fragen einfach den Onkel Doktor. Stellen Fragen, die Sie in zwei Minuten nachlesen könnten. Sogar einfach googeln könnten. Aber da müsste man ja ein verstaubtes Buch aus dem Regal nehmen, sich die Finger schmutzig machen… Nein, nein: Da schreiben wir lieber mal ganz kurz dem Onkel Doktor.

PS III: Bitte verzeihen Sie diesen Ausbrauch. Es ist Sonntagnachmittag. Die Sonne scheint. Ich schnauf jetzt einfach mal ein bisschen länger aus…

Quellen: Finden Sie im Wikipedia-Artikel „Tocotrienole“ unter Nummer 6, 8, 9, 13, 14, 19. Die Artikel habe ich alle gelesen.


Tschernobyl

30 Jahre danach. Ein Lehrstück für Hormesis. Die Lehre von der Anpassung. Von der tröstlichen Gewissheit, dass der menschliche Organismus nach einem Schaden sogar noch stärker werden kann.

Darauf beruht ja unser ganzes sportliches Training.

Gilt auch für Radioaktivität. Demonstriert uns Tschernobyl 30 Jahre danach. Natürlich: Damals tausende Tode. Dem Botschafter der Ukrainer ist einmal die Zahl "300.000 Geschädigte" herausgerutscht. Werd´ ich nie vergessen. Noch heute, in der zweiten Folge-Generation der menschlichen Bevölkerung sollen "nur 20% der Kinder in der Ukraine und Weißrussland gesund sein, im Vergleich zu 90% vor dem Unglück".

Was soll man darüber reden? Ändern kann man´s ja nicht. Und Vorsorge? Schlagen Sie die Zeitung der vorigen Woche auf. Der Mensch ist beratungsresistent. Zum Glück hilft die Natur. Hormesis. Die wird auch mit schlimmen Dingen fertig. Wir wissen heute:

Die Tiere um Tschernobyl haben sich der Strahlung angepasst.
Anfangs natürlich vielfältige Deformationen bei Pflanzen und Tieren, eine starke Erhöhung von Fehlgeburten und dadurch starke Dezimierung der Tierpopulationen.

Heute aber: Keine Dezimierung mehr erkennbar. Die noch heute herrschende Strahlung ist kein Begrenzungsfaktor für die Populationsentwicklung. Überraschung. Hintergrund?

Ich hatte Ihnen einmal berichtet: In den Blutproben einiger Vogelarten fand sich erhöht, das körpereigene Antioxidans Glutathion, das ja die durch Strahlung vermehrt entstehenden freien Radikale abfängt.
Sie erinnern sich: Radioaktive Strahlung wirkt durch freie Radikale. Ein banaler Mechanismus, dem man natürlich begegnen kann. So die Tiere. Sie bilden einfach mehr Glutathion.

Darüber hinaus fand sich bei den Tieren heute eine "bessere körperliche Fitness" sowie "weniger DNA-Schäden" im Vergleich zu schwach belasteten Gebieten, also bei uns. Eine kleine Vergiftung kann also stärker machen!

Das dumme daran: Eine Studie an Mäusen von 1988 zeigte, dass dieser Selektionsprozess 20 Generationen lang dauerte, um eine strahlungsresistentere Population zu entwickeln.

20 Generationen! Da können wir Menschlein noch ziemlich lang warten, bis wir von Tschernobyl profitieren. Tiere sind kurzlebiger. Die haben´s leichter.

Quelle: idw-online.de/de/news650190

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