Wollen wir's überhaupt wissen?

Artikel .1045 vom 16.12.2019

Fakten können manchmal Lebensbilder erschüttern. So antworte ich seit Jahrzehnten jedem von Ihnen, der mir eröffnet, dass er Krebs habe, ganz fröhlich mit „ich auch!“. Wissend, dass in jedem Menschen täglich entartete Zellen entstehen... aber selbstverständlich vom Immunsystem wieder vernichtet werden. (Siehe Nobelpreis 2018 vom 18.02.2019)

Und nachdem das Immunsystem ja nun einmal aus reinem Eiweiß besteht und mit Vitaminen funktioniert... verstehen Sie, weshalb ich diese zwei Worte so häufig in den Mund nehme. Ich mein das jedes Mal todernst.

Aber auch ich schrecke auf, wenn mir Fakten zu diesem Thema vorgesetzt werden: Da hat man kürzlich einmal verstorbene Menschen, also an Unfällen oder Herzinfarkt verstorbene
Menschen ganz genau untersucht. Und hat gefunden, dass

98% der Untersuchten kleine Tumore der Schilddrüse, 40% Tumore der Prostata und 33% Brusttumore hatten, während Tumore dieser Organe normalerweise nur bei einem Bruchteil der Bevölkerung festgestellt werden.

Das Ganze, weil es so überrascht, noch einmal als Tabelle

Organ  bei der Autopsie
diagnostizierte
Tumore (%) 
am Lebenden
diagnostizierte
Tumore (%) 
Brust
(40‐ bis 50‐
jährige Frauen) 
33 
Prostata
(40‐ bis 50‐
jährige Männer) 
40 
Schilddrüse  98  0,1 

Krebs ist offenbar etwas völlig Alltägliches. Kleine Tumornester finden sich in jedem von uns.
Wenn man dieses Fakt einmal akzeptiert, sollte man Angst verlieren, sein Denken wirklich nach vorne richten. Positiv denken. Von nun ab das Immunsystem verwöhnen.

Wie man das macht, wissen Sie. Hoffentlich. Alles eine Frage des Gleichgewichts, der Balance.
Freilich: Die eine Waagschale (Immunsystem) hebe ich vorsorglich über die Mittellage an: Habe persönlich also viel höhere Aminosäurespiegel, höhere Vitamine & Co.-Spiegel im Blut als die meisten von Ihnen.

Lit: Nature 427,787 (2004)

 

 

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