Chemotherapie

Artikel .1041 vom 18.11.2019

Unter Wissenschaftlern ist bekannt, dass Chemotherapie die Neubildung von Metastasen anregen kann. Erneut gezeigt soeben, 2019, im Fachmagazin Nature Cell Biology.

Die Studie betrachtete zwei häufig genutzte Chemo-Wirkstoffe, Paclitaxel und Doxorubicin, und kontrollierte, wie Brustkrebszellen darauf reagieren. Wie schon andere Arbeiten Jahre zuvor ergaben, fanden die Forscher heraus, dass diese extrem giftige Arzneiklasse das Entstehen neuer Tumore in anderen Teilen des Körpers in Gang setzen kann.

Bekannt? Ich wusste das nicht. Ich war immer der Meinung, dass Chemotherapie – zumindest anfänglich – sehr hilfreich Tumore und Metastasen verkleinern kann. Hier steht das Gegenteil.

Um das zu verstehen: Die Studie beschreibt, wie die Anwendung jener zwei Chemotherapeutika bei Brustkrebs die Bildung bestimmter Proteine veranlasst. Die zirkulieren dann im Blutstrom und führen beim Erreichen der Lunge zur Freisetzung weiterer Proteine und Immunzellen, welche die Entstehung metastasierender Krebszellen begünstigen können.

Das also war bekannt, wurde hier erneut bestätigt. Tatsächlich finde ich in den 70 Literaturangaben zu dieser Studie ohne Schwierigkeiten 6 weitere aus den Jahren 2011, 2014, 2015, 2017, die das Gleiche bewiesen haben.

Chemotherapie induziert
Brustkrebs-Metastasen (Zitat)

Auch aus diesem Grund ist der Nobelpreis 2018, die Erkenntnisse, die da mitgeteilt wurden, ein so großes Glück für die Medizin. Für die Schulmedizin! Die ja bisher auf Chemotherapie zwingend angewiesen ist.

Dass das menschliche Immunsystem OHNE NEBENWIRKUNGEN das Ziel, Krebszellen zu vernichten, auch erreicht, wird hoffentlich, hoffentlich in den nächsten Jahren (Jahrzehnten?) in die Lehrbücher der Schulmedizin einsickern.

Das ginge sehr viel schneller, wenn die Kollegen „Immunsystem“ praktisch verstehen würden und das vorhandene Wissen anwenden würden.

Sie wissen ja inzwischen, dass bereits 1999 das Lehrbuch für dieses neue Verständnis des menschlichen Immunsystems gedruckt wurde. Millionen-fach verkauft. Arbeitstitel ursprünglich: „Nie wieder Krebs“. Gedruckt dann mit dem Titel „forever young“.

Da steht alles drin.

Quelle: Nature Cell Biology 21, 190-202 (2019)

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