Sieg der Frohmedizin Teil zwei

Artikel #799 vom 19.07.2016

… also acht Jahre Leid. Trotz „konsequenter Behandlung der affektiven Störung mit Psychopharmaka lange keine Besserung in Sicht.“

„Noch vor vier Wochen beim letzten Arzttermin war ich niedergeschlagen wie selten…“

Dann kam er auf das zweite Wort. Erinnern Sie sich? Bewegung – Ernährung – Denken. Und bei Ernährung kommt es auf die essentiellen Stoffe an. Die Sie heute im Essen (!!!) einfach nicht mehr bekommen. Daher NEM´s. Auch die helfen noch lange nicht. Es brauchte einen kleinen Gedankenblitz.

„Von allen Ihren Anleitungen und Hinweisen hatte ich eines schmählich unbeachtet gelassen: Das Messen!

Aufgefallen war ihm, dass er trotz massiver Zinkgabe (100 mg) immer einen tiefen Zinkwert hatte. Ob das auch für andere Werte galt? Das war der entscheidende Gedankenblitz. Jetzt hat er gemessen.

Jetzt kommt’s: „Durch konsequentes Nachfüllen bei allen Defiziten… habe ich tatsächlich innerhalb nur weniger Tage (sic!) ein inneres Feuerwerk ausgelöst.“
Das müssen Sie sich langsam auf der Zunge zergehen lassen: Ein inneres Feuerwerk ausgelöst. In wenigen Tagen. Ein Leben völlig auf den Kopf gestellt. Durch Molekularmedizin. Durch etwas, was von meinen Kollegen jeden Tag regelmäßig milde belächelt wird. Sie erzählen mir das ja schließlich.

Wäre ich fünfzig Jahre jünger, würde ich laut schreien. Heute fallen mir nur so offenkundige Parallelen zur heutigen Politik ein.

Das innere Feuerwerk hieß: Er kann jetzt täglich „wild und lustvoll“ trainieren. „Einfach unfasslich!“

Mitbekommen? Der zweite Beweis für die Frohmedizin. Letzte Woche haben Sie gelernt, dass man durch Leichtlaufen eine bipolare affektive Störung verschwinden lassen kann. Eben nicht durch Psychopharmaka.

Heute lernen wir in Teil zwei, dass der gleiche Trick gelingt durch richtiges Essen, hier also gezielte NEM. Nach Messung. Genau das, was Professor Holsboer im Falle Lubitz (erinnern Sie sich? 150 Tote?) so versteckt angemahnt hat. In meinen Augen seinen Kollegen Psychotherapeuten die Ohren langgezogen hat. Als er dafür plädierte, dass die „Labordiagnostik doch Einzug halten sollte in die Psychiatrie“ (Focus 16/2015, S. 28)

Wenn Ihnen das bisher zu langweilig war, noch ein paar Emotionen:

„… und die Ideen sprudeln nur so im Schlaf: einmal kurz eingenickt und ich wache mit brauchbaren Konzepten für die nächsten zehn Jahre auf. Alles ist im Fluss. Ein unglaublicher Antrieb, jedoch nicht im Sinne von getrieben, sondern im Sinne von tiefenentspannt und nachhaltig! Während ich diese Zeile schreibe, fließen die Freudentränen in Strömen.“

Wie ärmlich dagegen die heutige Schulmedizin, die Drohmedizin in ihrem Zwangskorsett. Hat sich freilich abhängig gemacht von den Pharmakonzernen. Und muss mit bescheidenen Erfolgen und hässlichen Nebenwirkungen leben.

Die Evolution, die Epigenetik hilft immer und in jedem Fall. Sie haben hier gelernt, dass man eben nicht beim „Laufen“ stehen bleiben darf. Ist man verletzt, kann man nämlich nicht mehr. Dass man weitergehen kann zur Molekularmedizin. Und schlussendlich selbstverständlich beim Unterbewusstsein landet.

Gemerkt? „Die Ideen sprudeln nur so im Schlaf: einmal kurz eingenickt…“ …da hat jemand viel verstanden.

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