Vorher, liebe Mutter, vorher!

Aufregend, was wir heute alles wissen. Wenn es um unsere Gesundheit geht. Noch wichtiger: Wenn es um unsere Kinder geht.

Damit meine ich nicht aufwendige Genanalysen im Fruchtwasser vom Embryo, also von technischem Menschenwerk, sondern ich spreche von der Natur, von schlichter normaler Ernährung. Aber eben… genetisch korrekter Kost.

Da haben Forscher an der Uni Nottingham Schafe acht Wochen vor und sechs Tage nach der Befruchtung mit einer Spezialnahrung gefüttert, die – eine raffinierte Idee – etwas zu wenig wichtige Spurenelemente und Vitamine enthielt.

Anmerkung: Also mit deutscher Normalkost. Wie man sehr leicht durch Nahrungsanalyse herausfinden kann. Die deutsche Ernährung enthält "etwas zu wenig wichtige Spurenelemente und Vitamine".

Aber weiter: Die Forscher waren wirklich raffiniert. Sie pflanzten dann diese leicht mangelernährten Embryonen in normal ernährte Schafe um. Damit die Embryonen ab sofort gut und komplett ernährt wurden.

Bei der Geburt waren die Jungen dann auch völlig normal. Wogen und wirkten normal. Langfristig allerdings fanden sich dramatische Unterschiede:

"Die ausdrücklich moderate und im physiologisch normalen Rahmen gebliebene frühe "Mangelernährung" führte zu erwachsenen Nachkommen, die schwerer und dicker waren als übliche Tiere.

Außerdem fand sich ein verändertes Immunsystem, zeigte sich gestörte Blutzuckerregulation (Diabetes) und erhöhter Blutdruck (bei Schafen!)."

Um letzte Zweifel auszuräumen, analysierten die Forscher die Gene in den Leberzellen der Jungschafe. Himmelweiter Unterschied zu üblichen, gesunden Schafen: An jeder 25ten möglichen Stelle waren Gene dieser Tiere epigenetisch stumm geschaltet, die der normalen nicht.

Fazit: Schon ein geringer Mangel an Vitaminen und Spurenelementen (sogenannte deutsche Normalkost) in der Zeit der Empfängnis macht die Kinder im späteren Leben krank.

Das ist Wissenschaft! Das Resultat ist zu besichtigen, jederorts, jederzeit, in jeder Arztpraxis. Dass man das aber alles heute bereits so genau beweisen kann…

Quelle: P. Spork: ""Der zweite Code", S. 145