Leiden Sie an einem löchrigen Darm, an einem Leaky Gut? Die Löcher sind mikroskopisch klein, daher können Sie während einer Darmspiegelung nicht festgestellt werden. Ob Sie an einem Leaky Gut leiden, können Sie jedoch trotzdem bestimmen lassen, und zwar mit einer Blutanalyse. Die Löcher im Darm sind zwar mikroskopisch klein, aber groß genug, dass Stoffe vom Darm in die Blutbahn wandern, die dort nicht hingehören. Diese Stoffe werden zur Diagnose des Leaky Guts im Blut genutzt. Seit Jahren werden unterschiedliche Parameter diskutiert, die alle ihre Vor- und Nachteile haben.
Der aktuell am besten geeignete Marker zur Diagnose eines Leaky Guts ist I-FABP (Intestinal-fatty acid binding protein).
Das Protein kommt nur in Darmzellen vor. So etwas ist selten, viele Protein oder Enzyme kommen in einer ganzen Reihe verschiedener Zellen vor. Da I-FABP aber nur in Darmzellen vorkommt und nur freigesetzt wird, wenn diese Zellen, wie bei einem Leaky Gut, geschädigt sind, eignet sich das Protein als Marker sehr gut.
Wenn Sie wissen wollen, ob Sie an einem Leaky Gut leiden, fragen Sie in Ihrem Labor nach, ob es I-FABP untersucht.
Wenn Ihre Werte erhöht sind, sollten Sie auf jeden Fall auf Gluten verzichten, denn Gluten greift die Darmwand besonders stark an. Außerdem sollten Sie alles dafür tun, damit ihr Darm wieder heilt. Dazu zählt:
Viel Gemüse essen.
Auf Kohlenhydrate, Gluten und Alkohol verzichten.
Die Aminosäure Glutamin einnehmen, sie hilft den Darmzellen bei ihrer Heilung.
Auf die Einnahme von Schmerzmittel wie Ibuprofen verzichten.
Ausdauersport und Meditation zur Stressreduktion.
Nährstofflücken im Blut analysieren lassen und füllen.
Viele Menschen, die an einem Leaky Gut leiden, haben auch ein Leaky Brain, eine gestörte Blut-Hirn-Schranke.
Die Blut-Hirn-Schranke schützt das Gehirn normalerweise vor schädlichen Stoffen, da es besonders empfindlich ist. Bei einer beschädigten Blut-Hirn-Schranke, einem Leaky Brain, dringen Stoffe ins Gehirn ein, die dort nicht hingehören. Daraufhin kommt es zu Entzündungsreaktionen im Gehirn. Depression, Parkinson und auch Alzheimer können dadurch entstehen.
Personen, die an Depressionen leiden zeigen signifikant höhere I-FABP Werte.
Interessanterweise zeigen die Personen, die besonders schwer erkrankt sind, die höchsten I-FABP-Spiegel. Das heißt, je durchlässiger der Darm umso schlimmer die depressive Symptomatiken.
Der Marker kann aber auch eingesetzt werden, um die Heilung des Darms zu beobachten. Denn I-FABP wird relativ zeitnah von den Nieren ausgeschieden.
Verschließen sich die Löcher im Darm wieder, was mit viel Gemüse, No Carb, dem Füllen individueller Nährstofflücken und der Reduktion von Stress innerhalb von einigen Wochen geschehen kann, fällt der I-FABP-Spiegel schnell wieder ab.
Quelle: https://www.imd-potsdam.de/fachinformationen/diagnostikinformationen/i-fabp-ein-biomarker-fuer-eine-gestoerte-darmbarrierefunktion.html
© 2026 Dr. Ulrich Strunz