bei einem deutschen Chefarzt. Verblüffung und Stauen. Über das Denken und Handeln der Ärzte in den USA. Verglichen mit der Medizin in Deutschland. Mein Lieblingsthema.
Schreibt mir also der nette Chefarzt über einen TV Bericht aus USA. Ein junger Mann ernährt sich nur noch bei Mc Donald und bewegt sich wenig. Resultat natürlich klar und erwartet:
zunehmendes Übergewicht
Bluthochdruck
Erhöhte Blutfettwerte
Fettleber
Beginnende Zuckerkrankheit
Soweit alles klar. Nur wurde der junge Mann in den USA regelmäßig von Ärzten kontrolliert. Und da wurde nicht nur das oben angeführte gemessen, sondern es wurden regelmäßig
alle Vitamine und Spurenelemente gemessen.
Und selbstverständlich fanden sich deutliche krankhafte Abweichungen. Bei den Vitaminen und bei den Spurenelementen. Von deutschen Ernährungsexperten – so der Chefarzt – wären diese Messungen erst gar nicht erwogen worden. Denn (sein Zitat)
Vitamin- und Spurenelementmangel gibt es nicht!!!
Hier bei uns. Da empört sich also ein deutscher Chefarzt über deutsche Ignoranz. Ach du meine Güte. Was soll ich denn da sagen. Und dann erinnert sich der Chefarzt an einen Diabeteskongress. An einen Vortrag "Vitaminmangel bei Diabetes mellitus". Der vortragende Professor beschließt: Gibt es nicht. Ohne jemals selbst etwas untersucht zu haben. Dabei spricht sogar die deutsche Literatur – Stichwort Tabletten, Stichwort Metformin – selbstverständlich von Vitaminentgleisung beim Diabetes. Aber, so der Chefarzt, unsere von den medizinischen Gesellschaften aufgestellten Leitlinien werden leider größtenteils nach dem GOBSAT Syndrom formuliert.
Kennen Sie nicht? GOBSAT ist die Abkürzung für " good old boys sitting around a table". Kennen wir das nicht aus der Politik?