Kalorien, ein Irrweg der Wissenschaft

Die Ermittlung von Kalorien wurde ursprünglich entwickelt, um die unterschiedliche Wärme von Brennstoffen zu ermitteln. Hierzu eignet sich das System wunderbar. Der Mensch ist aber kein Brennofen, daher ist es für ihn unsinnig. Es hält sich trotzdem, mir absolut unverständlich.

Wissen Sie, wie die Kalorien von Lebensmitteln bestimmt werden? In einer speziellen Apparatur wird eine genau abgewogene Menge eines Nahrungsmittels verbrannt und die dabei entstehende Wärmemenge gemessen. Butter brennt sehr gut, es entsteht viel Wärme. Butter hat viele Kalorien Blumenkohl brennt nicht so gut, es entsteht weniger Wärme. Blumenkohl hat wenige Kalorien.

Was bringt Ihnen das? Nichts!

Angenommen Sie essen 500 Kalorien in Form von Brötchen mit Butter. Was passiert? Einige Kohlenhydrate werden sofort in Energie umgewandelt. Außerdem steigt der Blutzuckerspiegel, anschließend der Insulinspiegel. Kohlenhydrate werden zu Fetten umgebaut und das Insulin sorgt dafür, dass alles Fett in die Fettzellen gelangt.

Essen Sie hingegen ca. 250 Gramm Rindergulasch nehmen Sie ungefähr 400 Kalorien zu sich. Was passiert? Im Darm werden die im Fleisch enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen und für die Stoffwechselvorgänge genutzt. Die Proteine werden in Aminosäuren zerlegt und später für den Bau von Enzymen, Muskelproteinen oder anderen Strukturen verwendet. Das enthaltene Fett wird zur Energieherstellung genutzt.

300 Gramm gekochter Blumenkohl enthält ungefähr 60 Kalorien. Was passiert? Im Darm vermehren sich gesundheitsfördernde Bakterien, die auf die im Kohl enthaltenen Ballaststoffe angewiesen sind. Außerdem werden Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen.

Sie sehen, Kalorienzählen sagt nichts aus! Lassen Sie es!

Jetzt wundern Sie sich vielleicht, warum Ihr Cousin durchs Kalorienzählen trotzdem abgenommen hat. Gut, die meisten Menschen, die mit dem Kalorienzählen beginnen, essen insgesamt weniger, das kann durchaus zu Gewichtsreduzierung führen.

Auf Dauer ist Kalorienzählen gefährlich.

Wenn Sie immer auf die Nahrungsmittel mit viel Kalorien verzichten, handeln Sie sich schnell Nährstoffmängel ein.

Machen Sie es sich einfach:

Verzichten Sie

  • auf alles Gezuckerte

  • auf Teigwaren wie Brot, Nudeln, Pizza

  • auf Reis

Verzehren Sie nur selten

  • stärkehaltiges Gemüse, vor allem Knollengemüse

  • Hülsenfrüchte

Essen Sie stattdessen

  • Mengen an nicht-stärkehaltigem Gemüse

  • qualitativ hochwertiges Fleisch, Geflügel sowie Fisch

  • Bio-Eier

  • Nüsse und Samen

  • heimische, säuerliches Obst

Damit können Sie sich alles Zählen und Rechnen ersparen. Genießen Sie lieber! Essen ist etwas wunderbares.