Wunderschön

…beschrieben in ein paar kurzen Sätzen Ihr Problem. Und die Lösung. Ich meine das wirklich all-umfassend. Gültig nicht nur für Sie, sondern für die gesamte Bevölkerung. Wenn Sie wollen: Für die Menschheit:

"Wir verstehen zunehmend, dass bestimmte fundamentale Veränderungen unserer Ernährungsgewohnheiten und unseres Lebensstiles, wie Sie sich eingebürgert haben seit Beginn von Ackerbau und Viehzucht, viel zu kurz zurückliegen – auf der Zeitskala der Evolution – als dass das menschliche Genom, unsere Gene sich dieser Veränderung hätten anpassen können.

Auf dieser Diskrepanz zwischen unserer in Millionen Jahren gereiften Physiologie und dem heutigen Lebensstil beruhen viele sogenannte Zivilisationskrankheiten, nämlich

  • die koronare Herzkrankheit (Infarkt)

  • die Fettsucht

  • Bluthochdruck

  • Diabetes Typ II

  • Krebs (Epithelzell-)

  • Autoimmunkrankheiten

  • Osteoporose"

All diese Krankheiten gab es entweder kaum oder überhaupt nicht unter Jäger und Sammlern oder anderen Nicht-verwestlichten Völkern.

"Daher wird vorgeschlagen, dass eine Umstellung unserer Ernährung und unseres Lebensstiles auf die Zeit vor Beginn von Ackerbau und Viehzucht eine effektive Strategie ist, solche chronischen degenerativen Krankheiten zu vermeiden."

Zitat. Das letzte Wort würde ich ändern in "beseitigen". Zitat aus: http://www.dovepress.com/the-western-diet-and-lifestyle-and-diseases-of-civilization-peer-reviewed-article-RRCC-MVP

Einer der Autoren Prof. Cordain. Natürlich.

Eine sehr komplette Arbeit. Lohnt sich als Nachtlektüre. Man erfährt so viele spannende Einzelheiten. So, dass das menschliche Genom, was den Lebensstil angeht, geprägt wurde in einer Periode vor 2,5 Millionen Jahren bis vor 11.000 Jahre. Dass die Zeit danach, etwa 366 menschliche Generationen, nur 0,5% der Menschheitsgeschichte ausmacht.

0,5% gegen über 99,5%. Was glauben Sie, wer gewinnt? Das Resultat besichtigen Sie in jeder Arztpraxis. Heute.

Wo auch einmal mit dem Märchen aufgeräumt wird, dass die zwar gesunden, zähen Vorfahren ja sehr viel früher gestorben seien. So etwa mit 30. Klassisches Gegenargument. Statistisches Missverständnis. Unfug. Liegt daran, dass damals zwei Todesursachen im Vordergrund standen: Der Unfall und die Säuglingssterblichkeit. Dagegen sind wir heute freilich besser geschützt. Wenn Sie beide Todesursachen rausrechnen, und das hat man natürlich getan (Popul Dev Rev 2007;33:321) haben diese Jäger und Sammlervölker 68-78 Jahre gelebt. Wurden also alt genug, um möglicherweise einen Krebs zu entwickeln. Hatten sie aber nicht. Bedeutet, dass diese Naturvölker auch alt wurden, aber eben "without the signs and symptoms of chronic degenerative diseases", also schlicht und einfach gesund. Fröhlich. Lebenslustig. Beweglich. Zäh.

Heute, so lese ich im Stern, ist das Alter ja eine Bürde.

Fazit: Manchmal ist der Weg zurück der richtige. In meiner Sprache: Leben Sie einfach genetisch korrekt. Viele, sehr viele von Ihnen tun das bereits. Sie brauchen nur ein bisschen in den Leserbriefen zu stöbern (hier in den News). Der Erfolg ist...beglückend. Schreiben Sie mir.