Medizin heute

Sie können das medizinische Selbstverständnis unserer Hochschulen, unser Universitäten und damit das medizinische Verständnis natürlich sämtlicher 160.000 deutscher Ärzte nicht besser charakterisieren als mit den folgenden zwei kleinen Sätzchen aus einer hoch wissenschaftlichen biochemischen Arbeit (Oncogene 2011,30,253). Nämlich mit den Sätzen:

"Many tumor cells have been shown to die by necrosis when deprived of glucose….. the knowledge of possible molecules involved in necrosis of

tumor cells would open the possibility to control it by drugs.”

Sie erkennen hier das zentrale Verständnis der modernen Medizin. Der Medizin, mit der Sie in Berührung kommen, wann immer Sie eine Arztpraxis, eine Ambulanz, ein Krankenhaus betreten. Fest gemacht an einem bedeutsamen Beispiel: am Krebs.

Hier finden Sie zunächst die für die meisten deutschen Krankenhäuser ja noch gar nicht bekannte, aber wissenschaftlich selbstverständlich längst bewiesene Tatsachen, dass Krebszellen dann sterben, wenn sie keinen Zucker mehr bekommen. Im ärztlichen Kauderwelsch: Ketogene Diät. Das vorausgeschickt kommt jetzt der

zeittypische

Satz, dass man ja nur die hier beteiligten Moleküle studieren müsste, um dann endlich, endlich zum Ziel zu kommen. Zum Ziel der Medizin, wie sie heute verstanden wird. Wie sie praktisch jeder Arzt in Deutschland anwendet. Zur

Pharma-medizin.

Zur Tablette. Das Denken also auch dieser hier zitierten Wissenschaftler, dieser Molekular-Biologen, ist tablettenfixiert. Ist Pharma-fixiert.

Offenbar können die sich eben nicht vorstellen, dass man dem Patienten einfach sagt: Dann iss eben keinen Zucker. Iss keine Kohlenhydrate. Punkt. Krebs weg.

Nein. Nein: Erst müssen wir eine Tablette entwickeln, die genau das bewirkt, was eben auch Normalkost (Zitat Prof Kämmerer, Würzburg), also ketogene Diät bewirkt.

Ist das nicht schon wieder lustig? Wenn es nicht so ernst wäre. ……