Vom Dickdarmkrebs wissen wir seit 2007 (Harvard University) ganz genau, dass "Brot Krebs macht". Dass also leere, industrielle Kohlenhydrate Dickdarmkrebs produziert. In einer bewundernswerten, ungewöhnlich klaren Studie an 1000 Patienten bewiesen.
Irgendwelche Konsequenzen erkennbar? In Deutschland?
Also aufs Neue. In der wohl führenden Krebszeitschrift Cancer Res 2011;71:4484 geht es diesmal um Brustkrebs. Bei der Maus. Die kann man genetisch so verändern (nämlich am p 53 sowie am HER 2), dass sie im Laufe ihres Lebens in 70 bis 80% an Brustkrebs erkrankt. Und jetzt gab's zwei verschiedene Kostformen: Die eine mit 55% Kohlenhydrate, die andere mit nur 15%, also kohlenhydratarm. Resultat war eindeutig. An Brustkrebs erkrankten mit
55% KH 50%
15% KH 0%
der Mäuse innerhalb von einem Jahr. Wurden also fast keine Kohlenhydrate verabreicht, blieben die Mäuse krebsfrei. Mit dem üblichen, von der DGE so empfohlenen Kohlenhydratanteil von 55% hat es 50% der Mäuse erwischt.
Konsequenzen? In Deutschland? Jede Wette, dass der Kommentar der verantwortlichen Klinikchefs in dem Moment ist: Ja, bei Mäusen...! Lassen wir das. Lernen wir, liebe Leser, also Sie und ich: Krebs ist überflüssig. Das finde ich eine außerordentlich positive Aussage.
Wissenschaft weiß. Nur eben Ihr Krankenhaus nicht. Soeben ein Krankenhaus-Chefarzt zur Tochter, die ihren krebskranken Vater auf Station KH-frei ernähren möchte: Sie betreiben ja Körperverletzung.
Nun ja. Deutschland. Noch etwas Schönes lernen wir, erneut: Es sind nicht die Gene. Nix genetisch fixiert. Ernährung ist stärker. Auch beim Brustkrebs. Ist das nicht herrlich?