Wie würden Sie das Folgende nennen? Sag ich Ihnen lieber gleich die offizielle Lesart: Weder – noch. Sondern korrekte Statistik.
Wenn der Patient, also 5 Millionen betroffene Deutsche, sich mit diesen Zahlen nicht persönlich auseinandersetzen… nun, dann ist er eben selbst schuld. Ich kenne nur Chefarzt Dr. Erdmann in Köln, der öffentlich auf diese ungeheuerlichen Tatsachen hinweist.
Vorab: Dass wir uns recht verstehen. Wir sprechen hier über ein tödliches Behandlungsprinzip. Tödlich für tausende von Lipobay-Schluckern (ein Statin). Epidemiologisch nachweisbar tödlich, zumindest gesundheitsschädlich für Hunderttausende unter uns, zusammengefasst in den News I.
Aber beginnen wir doch einfach mit einem, vielleicht mit dem Herzstück der Schulmedizin. Der häufigsten-Krankheits- und Todesursache der westlichen Welt. Dazu darf ich Ihnen zwei Artikel referieren.
News II
News III
Schulmedizin heute
Artikel #400 vom 15.02.2010
ist evidence based medicine. Auf wissenschaftlichen Studien basierend. Wird behauptet.
Die meisten deutschen Ärzte glauben daran. Und verschreiben zur Verhinderung des Schlaganfalles seit neuestem zusätzlich Statine. Also Cholesterinsenker. Seit neuestem deshalb, weil im Mai 2009 in der Zeitschrift "Lancet Neurology" in einer Metaanalyse, also einer Zusammenfassung von 24 Studien an 165792 Patienten gezeigt wurde, dass Statine das Schlaganfallriskio
um 18 Prozent
senken. Immerhin. Was diese 18 Prozent tatsächlich bedeuten, konnten wir schon 2004 aus einer vorangegangenen Metaanalyse an 98000 Patienten ablesen, die 4,3 Jahre lang täglich Statin geschluckt haben (Haben Sie ein Vorstellung vom Preis? Nein? Fragen Sie doch mal.).
Auch damals wurde genauso wie jetzt 2009 gezeigt, dass Statine das Vorkommen eines Schlaganfalles um 21 Prozent gesenkt haben. Immerhin.
Jetzt kommt's: Für beide stolzen Aussagen gilt das Gleiche. Hier wurden Prozent von Prozent errechnet. Schon in der Volksschule verboten. In Wirklichkeit wurde in Absolutzahlen das Risiko für Schlaganfall
von 3,4 Prozent
auf 2,7 Prozent
reduziert. Statine haben also tatsächlich nur 0,7 Prozent gebracht.
Nur 0,7 Prozent. Nicht 18 Prozent.
Erinnern Sie sich? Sie, liebe forever young Leser, gehören ja zu den wenigen Deutschen, die bereits wissen, dass Statine den Herzinfarkt (in Absolutzahlen, also echt) tatsächlich nur um 1,7 Prozent senken. In der Sprache des Volkes also B... sind.
Ganz korrekt: Je nach Studie zwischen 0 Prozent und 3 Prozent.
Noch einmal: Würden Sie ein Auto kaufen, dessen Airbag sich in 1,7 Prozent öffnet? Aber diese Tabletten schlucken Sie. Für viele Milliarden Dollar jährlich. Dabei gibt es Alternativen, die nicht in 0,7 Prozent sondern in 50 Prozent und mehr helfen ...
Kennen Sie die Alternativen?Wer eigentlich
Artikel #326 vom 20.10.2008
ist denn beratungsresistent in der deutschen Medizin? Patient oder Arzt? Eine Frage mit tödlicher Konsequenz.
Täglich spreche ich und andere Ärzte in jeder Praxis Deutschlands mit herzinfarktgefährdeten Patienten. Patienten mit erhöhtem Cholesterin. Dürfte auch bei vielen von Ihnen der Fall sein. Patienten, die daraufhin automatisch und mit großer Selbstverständlichkeit Cholesterin-senkende Tabletten schlucken.
Die Bedeutung dieses Problemes wird klar, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Hälfte der Deutschen, also 40 Millionen an ihren Blutgefäßen sterben werden. Und trotz aller Vielen von Ihnen bekannten kritischen Gegen-Literatur über die Bedeutung des Cholesterines ist es ein Fakt, dass die Ablagerungen in den Blutgefäßen der Deutschen tatsächlich Cholesterin ist.
Präziser: LDL-Cholesterin und Lipoprotein a. Nichts sonst.
Und genauso Fakt ist die Tatsache, dass Sie mit Tabletten den messbaren Cholesterinspiegel in Ihrem Blut senken können. Was Ihnen jedoch praktisch nie dazu erklärt wird ist, dass das Risiko einer Erkrankung und des Todes mit dieser Tablette praktisch nicht beeinflusst wird.
Praktisch nicht beeinflusst.
Hier gilt immer noch das zusammenfassende Zitat von Professor Brett aus der Harvard Medical School:
"Für die meisten Menschen, die mit Cholesterinsenkenden Mitteln behandelt wurden, war die medikamentöse Therapie nicht von Vorteil. Die Behandlung erhöht die Chancen, dass kein Infarktgeschehen eintritt, von 96 auf etwas mehr als 97% im Verlauf von 5 Jahren."
Und das gilt grob tatsächlich für praktisch jede Tablette. Besonders auch die Statine. Sie hatten in diesen News zu diesem Thema bereits gelesen: Die häufigst genommene Tablette senkt Ihr Risiko um nur 1,7%. Senkt allerdings und verführerisch Ihr messbares Cholesterin. Tja.
Nach meiner Lebensphilosophie darf ein Arzt nie eine böse Nachricht wie die oben stehende von sich geben ohne den Ausweg aufzuzeigen. Der Ausweg stammt von Professor A. Leaf, ebenfalls Harvard Medical School:
"In Gesellschaften, deren Mitglieder einen durchschnittlichen Cholesterinspiegel von 150 oder weniger haben, ohne die Hilfe von Medikamenten, ist die koronare Herzerkrankung als öffentliches Gesundheitsproblem in aller Regel unbekannt."
Und wie man seinen Cholesterinspiegel unter 150 mg% senkt, muss ich Ihnen nicht erneut verraten. Es gibt hier tatsächlich nur eine, eine einzige gangbare lebenslange Methode:
Laufen. Tägliches Laufen. So ist der Mensch nun einmal von Natur konstruiert worden.