Strunz
Mit zunehmendem Alter verändert sich das Immunsystem, vor allem nimmt die Neubildung einiger wichtiger Immunzellen ab. Das hat Folgen: Der Körper kann Krebszellen nicht mehr ausmerzen, latente Viren wie EBV werden wieder aktiv. Es kommt zu Autoimmunerkrankungen und die Anfälligkeit für Infekte nimmt zu. Was die erhöhte Infektanfälligkeit in Pandemie-Zeiten für gesellschaftliche Auswirkungen hat, können Sie derzeit täglich in den Nachrichten verfolgen.
Ob sich Ihr Immunsystem bereits mit 30 Jahren in Richtung Alterszustand verändert
oder erst mit 95 oder 110, liegt an Ihnen!
Fleißige Wissenschaftler aus Gießen und aus Wien haben sich die Mühe gemacht und die Erkenntnisse aus vielen Studien zusammengetragen, die zeigen:
Sport und Ernährung halten das Immunsystem auch im Alter fit.
Viele ältere Menschen haben hohe Interleukin-6- und TNF-alpha- Spiegel, das sind schlimme Boten-stoffe des Immunsystems. Je höher diese Werte, umso eher kommt es zu chronischen Krankheiten oder sogar dem Tod. Hohe Spiegel sind assoziiert mit Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz und Krebs.
Außerdem nimmt im Alter meist die Anzahl der naiven T-Zellen ab. Diese Zellen sind besonders wichtig dann, wenn der Körper mit neuen Viren oder Bakterien in Kontakt kommt, - also Corona:
Durch Sport nehmen Interleukin-6 und TNF-alpha ab
und die Anzahl der wichtigen naiven T-Zellen zu,
auch im Alter.
Die hier genannten Veränderungen sind nur einige. Einige besonders wichtige. Es gibt viele weitere, die ebenfalls durch Sport positiv beeinflusst werden.
Neben Sport ist die Versorgung mit allen essenziellen Nährstoffen
Voraussetzung für ein gesundes Immunsystem.
Es und damit Sie werden wieder jünger.
Damit sich Ihr Immunsystem verjüngt, müssen (noch einmal: MÜSSEN!) Sie nicht nur Sport treiben, sondern besonders auf Ihre Proteinversorgung achten. In einem gesunden Immunsystem befinden sich viele entzündungshemmende Botenstoffen, bestehend aus Proteinen. Fehlen Proteine, kommt es zu chronischen Entzündungsreaktionen. Dann knickt das Immunsystem ein, dann werden Sie alt.
Laut dieser Studie sind neben Proteinen auch Vitamine und Mineralstoffe, die antioxidativ wirken, wichtig, wie Vitamin C und E sowie Selen. Außerdem hemmen, wie Sie wissen, Omega-3-Fettsäuren Entzündungen. B-Vitamine unterstützen die Bildung neuer Immunzellen, werden aber auch für den Abbau gefährlicher Stoffe gebraucht. Vitamin D "regiert" das Immunsystem und hält Sie daher jung. (Hören Sie doch bitte auf das DKFZ Heidelberg, News_vom_26.06.2017 und News_vom_17.04.2021)
Ich gehe einen wesentlichen Schritt weiter als die Wissenschaftler: Sie brauchen nicht nur die genannten Stoffe, sondern möglichst viele der essenziellen. Ob Sie mit ihnen ausreichend versorgt sind, kann Ihnen nur eine Blutanalyse zeigen. Die wiederholte. Und erneut wiederholte. Abschieben der Arbeit, der Verantwortung auf den Onkel Doktor gibt’s nicht mehr. FROHmedizin!
Quelle: Weyh C, Krüger K, Strasser B. Physical Activity and Diet Shape the Immune System during Aging. Nutrients. 2020;12(3):622.