Massenmedien

haben als Ziel nicht Aufklärung, sondern den Gewinn. Durchaus verständlich. Deshalb sind die Medien für eine möglichst große Zahl (= viel Gewinn) von Menschen da. Daraus ergeben sich zwangsläufig die Themen. Das sollt man nicht beklagen, sondern verstehen. Und sich vielleicht ein bisschen…daneben stellen.

Aus diesem Zwang der Massenmedien, eine möglichst große Anzahl von Menschen zu bedienen, ergibt sich ein typisches Merkmal unserer Epoche:

"…dass die kleinen Durchbrüche vielen bekannt sind, die großen wenigen, und von den immensen weiß keiner etwas"

Könnte man antworten: "Na und?" Könnte man auch neugierig sich für die "immensen Durchbrüche" interessieren.

Der wichtigste? Der oberste? Der geheimnisvollste? Ist die Nicht-Lokalität. Ist die von Physikern experimentell bewiesene (bewiesene!) Tatsache, dass Teilchen verschränkt bleiben. Oder auf bayerisch:

"Jedes beliebige Teilchen in diesem Weltall weiß vom anderen. Unmittelbar."

Bewiesen erstmals 1982 in Paris. Und ständig aufs Neue in immer sensationelleren Experimenten von Professor Zeilinger in Wien.

Noch einmal ganz langsam: Wenn Sie hier am Schreibtisch an einem Molekül kratzen, dann wackelt ein anderes Molekül in einer entfernten Galaxie. Unmittelbar gleichzeitig. Natürlich unvorstellbar. Nur dummerweise experimentell bewiesen (man kann das wirklich).

Heißt: Dass alles mit allem zusammenhängt. Nicht bloß gedanklich und träumerisch, sondern ganz real.

Bringt mich zu den 6 wundervollsten Seiten, die ich jemals in deutscher Sprache lesen durfte. Nämlich den Epilog im Büchlein "Was ist Leben?" von Schrödinger. Nobelpreis 1933. Der meist zitierteste Wissenschaftler dieses Globus. Der 1943 in einer Vorlesungsreihe sich die Chromosomen "ausgedacht" hatte. Also schon 10 Jahre vor Crick und Watson.

Im Epilog spricht Schrödinger über die alles verbindende Einheit und leitet daraus den Gottesbeweis ab.

Fazit: Es gibt in Deutschland lohnenden Lesestoff.