Die modernste und wahrscheinlich effektivste Art der Sporternährung. Für jede Sportart. Also nicht nur für den Ausdauer- sondern auch für den Kraftsport, besonders aber für Spielsportarten (Fußball, Handball, Eishockey etc.).
Die Idee ist schlicht und simpel. Dennoch wird sie eben erst jetzt wissenschaftlich entdeckt und zunehmend getestet.
Unbedingte Voraussetzung ist, dass der Sportler vollkommen ketoadaptiert ist.
Das bedeutet, dass er mindestens einige Wochen in strikter Ketose gelebt und trainiert hat. Strikt heißt: Er muss messen. Wie man das macht, haben Sie bei Daniela Pfeifer in dem blauen Büchlein Keto Basics gelernt. Bewusst ein paar Wochen, weil die Umstellungsphase häufig sehr auf den Geist geht und auf den Körper. Und auf die Leistungsfähigkeit. Muss man vorher wissen. Die Belohnung kommt erst später. Und dann
Dann können Kohlenhydrate sparsam und gezielt zu ganz bestimmten Zeitpunkten eingesetzt werden.
Logisch. Genau dann, wenn man sich stärker, auch über alle Maßen anstrengt, belastet. Also zum Beispiel beim HIT (wissen Sie noch?). Kurz vor Bahnsprints bis zur Erschöpfung. Kurz vor Bike-Gruppenausfahrten. Die arten ja regelmäßig aus.
Und dann natürlich bei Wettkämpfen direkt vor dem Start. Bei mehrtägigen Wettbewerben (Ultraman) auch abends.
In Summe werden bei diesem Vorgehen deutlich weniger Kohlenhydrate gegessen und verbraucht als bei Normalsportlern, die ja auch "train low, compete high" nach Dr. Feil einhalten. Und ganz sicher deutlich weniger als ich das vor 30 Jahren regelmäßig gesehen habe: Täglich Kohlenhydrate "um Leistung im Training zu bringen".
Der Vorteil: Während des Wettkampfes ist der Bedarf an Kohlenhydraten deutlich reduziert, man muss nicht immer 10 bis 15 Powergels mit sich herumschleifen (und 5 km vor dem Ziel verlieren wie Jürgen Zäck auf Hawaii). Es besteht viel weniger die Gefahr, gegen die berühmte "Wand" zu laufen. Den "Mann mit dem Hammer" zu erleben.
War man vorher keto-adaptiert, dann wirken sich selbst 140 g Kohlenhydrate (jetzt im Training, im Wettkampf) nur minimal auf die Ketose aus, weil sie nämlich umgehend verbrannt werden. Kann man messen und beweisen. Es gibt also auch nicht das berühmte "Loch", den Unterzucker.
Alles noch Theorie? Nö. Tägliche Praxis bei
Den Fußballern von Juventus Turin.
Den Basketballern von L.A. Lakers.
Dem Ultra-Marathon-Weltmeister Zachbitter.
Und dann kenne ich noch den klugen Österreicher Jeff Heusserer. Und sonst?
PS: Gratwanderung. Kennen Sie die Schwierigkeit? Altmeister Dr. Phinney hat´s uns verraten: Er betont immer wieder, wie wichtig bei ketogener Ernährung auch eine ausreichende (nicht eine übermäßige) Versorgung mit Proteinen ist. Er meint: 1,2 bis 1,5 g pro Kilogramm Körpergewicht. Sie wissen ja, dass viel Protein die Ketose stoppt. Wie gesagt: eine Gratwanderung.