Das liegt an der Einstellung des Menschen. An unserer Einstellung: Wir lieben das Negative, die Häme, die Katastrophe. Gilt auch für mich.
Gilt auch für die Ärztezeitung. Die am 18.12.2011 titelt: Vitamin D ist kein Wundermittel. Aah ja. Muss einem ja mal gesagt werden. Also kein Wundermittel. Und woher weiß die Ärztezeitung das?
Aus einer Studie in J Clin Endocrinol Metab 2011. Das Resultat in einem Satz: Durch die Einnahme von Vitamin D lässt sich ein Herzinfarkt offenbar nicht verhindern.
Behauptet die Uni Aberdeen. Da wurden 5300 Senioren über 70 Jahre mit Vitamin D behandelt. Jahrelang. Und zwar mit genau 800 I.E. pro Tag. Was kam heraus: Weder die Gesamt-Sterblichkeit noch die Todesrate durch Herzinfarkt etc. hat sich irgendwie geändert.
Vitamin D war offenbar wirkungslos. So die Ärztezeitung.
Nun gibt es Ärzte, die lesen können. Sogar Zahlen verstehen. Und solch ein Arzt, nämlich Dr. J. Scholl beurteilt diese Arbeit klar, nüchtern, sachlich und recht hübsch:
"Dass man mit 800 I.E. Vitamin D keine Wirkung erzielt, verwundert nur diejenigen, die sich nicht mit der Materie beschäftigen. Eine aktuelle Arbeit von Heaney stellt sehr schön dar, was man als "normal" bezeichnen könnte, und wieviel Vitamin D man dafür braucht. Nämlich 40-60 ng/ml.
Um dorthin zu kommen, benötigt man in unseren Breiten im Winter eher 3000 I.E. Vitamin D pro Tag. Mit 800 I.E. Vitamin D kann man von Oktober bis März nicht einmal 30 ng/l erreichen.
In der neuen Studie von der Harvard Universität mit 20000 Personen werden 2000 I.E. pro Tag angesetzt, das ganze Jahr über".
Das Ergebnis der Studie war also von vorneherein festgelegt: Eine Wirkung war nicht zu erwarten. Nenne ich eine Schrottstudie. Und selbstverständlich werden genau diese Schrottstudien – siehe die Vitaminlüge im Spiegel – zitiert. Nicht die sorgfältig gemachten, wohlüberlegten, dosisangepassten Studien, die es auch gibt.
800 I.E. Vitamin D ist also eine wirkungslose Unterdosis. Genau diese Dosis empfiehlt uns unsere staatliche DGE. Glauben Sie noch an Zufall?