Hat mich vor ein paar Tagen eine Dame getröstet. Natürlich eine Dame. Herrn stehen da etwas darüber. Sind etwas herber. Getröstet, weil sie als weibliches Wesen sehr wohl auch zwischen den Zeilen lesen kann. Darf ich das lange mail einmal in einem kurzen Teil zitieren?
"Es gibt einige/ viele !? Mitdenker, ich lese regelmäßig Ihre Zeilen und bin gespannt auf jedes neue Buch. Ihre Ankündigung am 04.04.2016, dass die NEWS-Seite gelöscht wird und u.a. der Artikel "ICH HASSE ZENSUR" lassen mich lächeln.
Bereits 2014 hatte ich mir alle News von der NEWS- Seite und für mich HOME-Seite (die gelöschte) ausgedruckt und seitdem parallel, thematisch – zeitgleich, archiviert.
Warum sollen Sie das machen? Der Archiv-Wunsch eines Mannes – da war sie wieder, die übliche Bequemlichkeit, alles serviert bekommen zu wollen. Beim Lesen konnte ich nur mit einem Kopfschütteln reagieren und denken: Mach es doch selbst!
Die Artikel sind nicht weg oder verloren, sie sind "ausgelagert", nicht nur bei mir. Viele weitere aufmerksame Patienten und Leser werden vermutlich genauso/ ähnlich gehandelt haben. Ab und zu lese ich im Forum, dort steht ebenfalls einiges zu diesem Thema."
Wenn ich zurücktrösten darf: Ich nehm das überhaupt nicht ernst. Denn für mich existiert mein Wissen ja weiter. Und selbstverständlich werde ich es Ihnen… tröpfchenweise … in den nächsten Jahren aufs Neue servieren.
Tue es heute schon bei jedem einzelnen Patienten. Oft genug, wenn Sie das wünschen, können Sie das Archiv drstrunz.de als PDF bekommen. Im Einzelfall ist das ja "erlaubt".
Noch einen Satz aus dieser Mail möchte ich zitieren, weil hier das so wichtige Wort "Schutzwand" gebraucht wird. Als Schutzwand verstehe ich mich tatsächlich. Zunächst ganz konkret in meiner Familie. Die drei Menschen, mir anvertraut, sehe ich unter einer Glocke. Diese Glocke, undurchdringlich für die Außenwelt, bin ich. Die Schutzwand. Das ist meine Rolle, meine Aufgabe.
Stichwort Familie. Immer der gleiche Vorgang: Da wird etwas stolz, ja arrogant, hochmodern neu bedacht, liberalisiert, aufgeweicht, unter dem Schlagwort "Gleichheit für …": in meinen Augen zertrümmert. Und dann wundern sie sich, die Menschlein.
Ich seh sie immer vor mir, die ja rasch zunehmende Zahl Alleinerziehender mit Harz IV. Wie frei und gleich die sind. Wie glücklich die alle gucken. Ja, Kinder, merkt ihr denn gar nichts? Waren unsere Altvorderen wirklich alle deppert? Mit ihren Regeln?
Aber ich verrenne mich. Kurz noch das versprochene Zitat:
"Sie sind seit 2012 der ARZT für mich, dem ich vertraue… seit dem Lesen des für mich ersten Buches (Tomate) von Ihnen sind Sie für mich bis heute die sinnbildliche Schutzwand."