Gast News von Ulrich Strunz jun.
Sie wissen, wir legen großen Wert auf Messung. Nicht blinde Weissagung. Nach 37.000 Blutanalysen und 370.000 Minuten Einzelgespräch wissen wir:
KOHLENHYDRATE SIND MÜLL.
In der Wissenschaft nennt sich das ein "normatives Modell". Also ein Erfahrungsmodell, basierend auf Expertenwissen und Messung. Wir brauchen dabei auf Ausnahmen (wie z. B. Leistungssportler) keine Rücksicht zu nehmen. Per Definition. Normativ heißt: Es gibt die Regel.
Jan Fleischhauer (Literaturwissenschaft, Philosophie, Journalismus) ist Focus Autor und macht Mut auf zwei Din-A4 Seiten: "Der Journalist als Klimaprediger", FOCUS 45/2019. Heute mache ich Ihnen auch auf zwei Din-A4 Seiten Mut. Zunächst einmal, indem ich Herr Fleischhauer zitierte, der als erster deutscher Journalist im richtigen Kontext eine ordentliche Definition für den "Journalisten" bietet:
Der Journalist ist der Geist, der verneint. Die Diskrepanzen im System finden, erkennen, was nicht passt oder nur zu passen scheint: Das macht den guten Autor." (Focus 45/2019, S. 6).
Fleischhauer outet sich also – endlich mal deutlich – als NEIN-Sager. Als unbedingter und ewiger Kritiker. Das JA, die Frohbotschaft, die Frohmedizin ist eben nicht sein Beruf. DANKE für diese klaren Worte.
Herr Fleischhauer hat auch die heilige Dreifaltigkeit der Wissenschaften beschrieben (erneut Danke!). Der Journalist ist für das Schaffen der "Deskriptiven Modelle" zuständig. Diese Modelle beschreiben zum Beispiel, wie es sein kann, dass Kohlenhydrate auch mal kein Müll sein müssen. Sie brauchen ja bloß täglich, ohne Ausnahme, Laufen trainieren, lachen, essen, schlafen und nebenbei einen Marathon unter z.B. 2 Stunden laufen. Dann dürfen Sie Kohlenhydrate, also Müll (s.o.) essen, so viel Sie wollen.
Die Aufgabe des Journalisten ist es auch nicht "Präskriptive Modelle" zu schaffen. Diese Modelle beschreiben, wie man Dinge besser machen kann. Also z. B. Frohmedizin. Die Aufgabe des Journalisten ist es auch nicht, "Normative Modelle" (siehe oben, Expertenwissen und Messung) zu schaffen. Begründung:
"Ich bin kein Experte." (Focus 45/2019, S. 6). Danke. Hab ich von einem Journalisten so ehrlich noch nie gehört.
Sie erinnern sich an meine persönliche Einschätzung der deutschen Nachplapper-Pressestellen, der Mentalität von Rette-Die-Welt Institutionen und die Methoden der Klimablogger. Und was ich von Simulation halte – das Vorhersagen von Dingen, trotz Ungewissheit (uncertainty), also von Klima- Astrologie. Von Klima-Tarot.
Jüngst hatte die UK-Regierung das Fracking eingestellt, weil Erdbeben nicht durch Simulationen vorhergesehen werden können. Seltsam: Klimakatastrophen schon?? Etliche Kalifornische Polizeieinheiten haben Simulations-Programme, die Verbrechen vorhersehen wollten, eingestellt, weil nicht effektiv. Seltsam… Haben die was kapiert?
Als Wirtschaftsinformatiker und Verhaltensökonom kann ich die weltweiten Anstrengungen um den Erhalt des Glaubenssatzes "menschgemachten Klimawandels" natürlich nachvollziehen. Klimavorhersagen basieren auf Expertenmeinung und Simulation, kaum auf Messung (allenfalls lokal!); letztere wäre – global – enorm komplex und zeitaufwändig – ich behaupte: unmöglich.
Möglich ist, dass der menschgemachte Klimawandel ein "fact beyond belief" darstellen muss. Es geht hier um das Schaffen von weltweiten Investitionen. Um Brücken bauenden Energiehandel. Um den nachhaltigen Erhalt von Arbeitsplätzen.
Auf der anderen Seite freilich geht es auch um das Verteidigen der Wissenschaft an sich, und wie deren Erkenntnisse richtig vom Menschen zu interpretieren sind. Also um mehr Demut und Ehrlichkeit.
Der Mensch, der es nicht erträgt, wenn er sich täuscht, ist hier das Problem. Nicht das Klima. Daher ja auch menschgemacht:
"Der Wissenschaftsjournalist Axel Bojanowski, Chefredakteur der Zeitschrift "Natur" und einer der wenigen Skeptiker in dem Gewerbe, hat kürzlich von einer Pressekonferenz des Klimarats IPPC berichtet, auf der ein britischer Reporter wissen wollte, warum nahezu sämtliche Computersimulationen das Stocken (also das Ausbleiben) des globalen Temperaturanstiegs zwischen 1998 und 2013 nicht angemessen abgebildet hätten. (Kommentar: Ausgelassen haben, glattgebügelt haben, gelogen haben). Shocking! "Ihre Frage ist falsch gestellt", fertige der Chef der Weltorganisation für Meteorologe den Mann ab, ohne dessen Frage zu beantworten. Journalisten würden von Klimaforschern gemeinhin als Leute betrachtet, die das drucken, was man ihnen sagt, lautet Bojanowskis Fazit." (Focus 45/2019, S. 7).
Wundervoll. Mitbekommen? "Um das IPPC zu zitieren: Ihre Frage ist falsch gestellt.", gehört ab nun zu meinem persönlichen Repertoire, wenn ich die Antwort nicht kenne oder eine glatte Lüge vermeiden möchte.
Erinnert mich an den Leistungskurs Latein. Wir übersetzten einen Text, in welchem beschrieben wurde, wie ein zweifelnder griechischer Feldherr das Orakel befragte:
"Wird der Feind in der Seeschlacht vernichtend geschlagen werden?".
Das Orakel antwortete: "Der Feind wird in der Seeschlacht vernichtend geschlagen werden.".
Blöd nur, dass auch der griechische Feldherr ein Feind war. Aus der Sicht der anderen nämlich. Denn er wurde vernichtend geschlagen.
Hat der Skeptiker wohl die Frage falsch gestellt. Shocking!
In der Zwischenzeit beantworten wir gerne weiterhin Ihre Fragen. Durch Messung im Blut.
Die Simulation also das "sotun, also ob…" überlassen wir den Videospielentwicklern, die mittels neuronaler Netze super billig natürliche Bewegungen simulieren können. Die Spaß-machenden Spiele profitieren davon ungemein. Denn:
Astrologie oder Simulation Tarot macht Freude, und funktioniert:
Tarot deckt Glaubenssätze (ggf. Selbsttäuschung) auf, die uns unbewusst steuern. Zum Beispiel Angst und Zweifel an der eigenen Kontrolle.
Menschgemachter Klimawandel entspringt dem folgenden menschgemachten Problem:
Wir hören einander nicht mehr zu, bzw. wir gehen davon aus, dass unser Mitmensch
nichts Wertvolles mitzuteilen hat. Und beantworten keine Fragen mehr.
Praktischer Lösungsansatz:
Innere Glaubenssätze aufdecken und meditieren.
Aminogramm messen und auffüllen.
Laufschuhe anziehen und joggen.
Und wer auf Nummer sicher gehen will, strickt diesen Winter Pullover:
"Ein Leben ohne Heizung mag radikal erscheinen. Aber was die private CO2-Bilanz angeht, bringt es deutlich mehr als jeder Flugverzicht." (Focus 45/2019, S. 7).
Danke, lieber Herr Fleischhauer. Mut tut gut!
PS: Astrologie oder Tarot: Bevor Sie übliche Urteile äußern, sollten Sie wirklich Michael Crichton "Im Kreise der Welt" gelesen haben. Ein grandioses AHA-Erlebnis!
© 2026 Dr. Ulrich Strunz