Vitamin E

verhindert Herzinfarkt und Krebs. Wissenschaftlich gesichert in ausführlichen Studien (z.B. www.drstrunz.de 27.10.2006). Solche Studien werden selbstverständlich nie und nimmer in unseren Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlicht. Warum auch. Man würde seinen Mitmenschen ja helfen… Nein, nein, soweit wollen wir denn dann doch nicht gehen. Wir, "der verantwortliche Journalismus".

"Vitamin-Tabletten verkürzen das Leben" (Focus) klingt schon viel besser. Da läuft’s einem so herrlich schaurig den Rücken herunter. Wird prompt besprochen in der FAS vom 23.10.2011. Nur: Die sind besser. Die bringen einen Nachschlag. Die berichten nämlich

"Parallel dazu wurde im Fachmagazin JAMA neue Ergebnisse einer Studie veröffentlicht…um zu untersuchen, ob Vitamin E-Zusätze das Risiko verringern, an Prostatakrebs zu erkranken. Eine erste Auswertung der Daten ließ jedoch argwöhnen, dass die Vitaminpräparate eine Krebsentstehung gar fördern… inzwischen hat sich der Verdacht erhärtet!"

Aua. Ich schlucke nämlich Vit E. Und Prostatakrebs möchte ich eigentlich nicht. Was tun? Nachlesen. Einfach nachlesen. Die hier zitierte Arbeit persönlich in die Hand nehmen. Und was lesen wir als Zusammenfassung? Na raten Sie mal:

"There were no statistically significant differences in the rates of prostate cancer between the four groups (placebo, selenium, vitamin E, selenium + vitamin E).”

Vitamin E macht also keinen Prostata Krebs. Selen auch nicht. Steht dort.

Was lesen wir in der FAS? Das Gegenteil. Wie gehabt. Was steckt eigentlich dahinter? Nur Dummheit? Böswilligkeit? Ideologie? Geschäftsinteressen?

Das wirklich Schlimme ist, das dieses Falschzitat der Zeitungen jetzt jahrein jahraus wiederholt wird. Mit Sicherheit wird es Fernsehsendungen darüber geben. Niemand wird jemals Originalarbeiten in die Hand nehmen.