Unser täglich Brot...

hat einen dramatischen Bedeutungswandel erlitten. Weltweit. Früher, damals hat man's gegessen, das Brot und...verbrannt. Täglich 12 Stunden auf dem Felde. Täglich 10 Stunden beim Bau der Pyramiden. Täglich auf der Jagd.

Heute wird's nicht mehr verbrannt. Heute wird es abgelagert. Hinter diesem kleinen Wörtchen steckt eine Zeitbombe. Die nicht mehr tickt, sondern bereits explodiert ist.

So spricht Prof. Silink von der IDF (Internationale Diabetes Stiftung).

Vor 20 Jahren hätten verlässliche Informationen von 30 Millionen Diabetespatienten gesprochen. Heute sind es 285 Millionen. Täglich kommen 18.000 neue Krankheitsfälle hinzu. Menschen, die Kohlenhydrate essen und nicht verbrennen. Ein ganz simpler Vorgang. Den auch Sie heute mit: Weiß ich doch längst! abtun. Ich kann's leider nicht. Ich lese von

50.000 Amputationen jährlich

aufgrund von Zuckerkrankheit allein in den USA. Ich lese von 3,8 Millionen Toten jährlich in den USA. Menschen, die Zucker und Mehl als wohlschmeckende Freunde betrachtet hatten. Zum Vergleich: Weltweit sterben an Aids jährlich 1,8 Millionen, also nur halb so viele. Weltweit. Und was strampelt sich die Weltgemeinschaft ab im Kampf gegen Aids.

Übersieht das Brot.

Dabei geht's uns in Deutschland noch gut. Bei uns betrifft die Erblindung, die Amputation, die Dialyse ja nur 8,4%. In den Golfstaaten, in den Emiraten sind es heute schon 25-30%. Dramatisch weiter steigend. Dort wird, so lese ich, Diabetes eben als Infektionskrankheit angesehen. Kann man nichts machen.

Der Ton wird schärfer. Da sitzt in München der bekannte Ernährungsmediziner Prof. Hauner. Hat ja genügend Bücher geschrieben. Der wagt es inzwischen von

"...einer unseligen Allianz von desinteressierten Politikern und

der starken Lobby der Lebensmittelindustrie"

zu sprechen. Wen könnte der wohl meinen? Bitte Vorschläge.