Wen es betrifft…

Die folgende bemerkenswerte Nachricht ist nicht für Sie. Sollten wirklich nur Betroffene lesen. Also die 27 Millionen Deutschen mit der Krebsdiagnose. Die sollten lesen und lernen, dass es im Bereich der Früherkennung fast sensationelle Fortschritte gibt. Fortschritte freilich, die an deutschen Universitäten vorbeigehen. Die an ihren betreuenden Onkologen in der freien Praxis in der Regel vorbeigehen.

Solch ein Fortschritt lässt sich an einem Beispiel wunderschön demonstrieren. Veröffentlicht in Future Oncol. April 2013, Vol. 9, No4.

Da gab es einen 71 jährigen Patienten mit Darmkrebs. Operation 2007. Der halbe Darm wurde entfernt. Leitliniengerecht keine Chemo-, kein Strahlentherapie. Routinemäßige Kontrollen.

Kontrollen heißt Bestimmung der Tumormarker CEA und CA19-9. Kennen ja viel von Ihnen aus unserer Blutanalyse. Gleichzeitig aber, und das ist das Neue, wurde bestimmt

Apo10 und TKTL1.

Zwei Marker aus der Schule Dr. Coy. Mit welchen man frühzeitig aggressive, zuckerverbrennende Krebszellen im Blut entdecken kann. Und die waren eben erhöht seit Februar 2011.

Laut Labor Dr. Coy weist dies auf aktives Tumorgeschehen oder Metastasenbildung hin.

Die Koloskopie Sommer 2011 gab aber keinen Befund. Die üblichen, die schulmedizinischen Tumormarker auch nicht. Also wartete man ab. Und fand dann, völlig überrascht, im November 2011 Metastasen in der Leber und in der Bauchspeicheldrüse. Nicht mehr operabel.

Hätte man rechtzeitig, also Februar 2011, etwas tun können? Ja, selbstverständlich! Lesen Sie dazu News, www.strunz.com 31.12.2010.

An diesem Beispiel erkennen Sie, dass wir heute im Blut schon sehr viel genauer und sehr viel früher als mit den bisherigen Methoden ein Tumorgeschehen entdecken können. Wir. Nicht die Schulmedizin! Selbstverständlich wird dieser Bluttest in meiner Praxis längst angeboten.

Aber bitte noch einmal: Nur wen es betrifft. Wir anderen, wir Läufer, wir genetisch korrekten Esser sollten uns mit diesen schlimmen Bildern bitte lieber nicht beschäftigen. Oder?