Auch den Journalisten. Auch den Medien. So in der WAMS einer Frau Bodderas, die sich bitter beklagt über den
Hype der Genforschung
Knapp ein Jahrzehnt nach der Entschlüsselung, so meint sie, zeige sich, dass die Hoffnung auf die all umfassende Erklärungskraft der Gene überzogen war. Das Humangenomprojekt, also die Entschlüsselung der menschlichen Gene, hat die Menschheit eben nicht vorangebracht wie erhofft. Die Genetiker haben einen großen Schritt für die Menschheit versprochen – und stehen nun etwas ratlos vor einer Einöde chemischer Elemente herum.
Krebs, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Probleme – das teuerste Projekt der Biologie hat uns in diesen Fragen bisher kaum weitergeholfen. Kaum? Da drückt sie sich höflich aus.
Die Entschlüsselung der Gene hat uns nichts gebracht. Gar nichts. Ich darf ja hier etwas direkter zur Sache sprechen. Denn – so meint Frau Bodderas im WAMS ganz richtig, es sind ja gar nicht die Erbgutinformationen, die über Wohl und Wehe entscheiden sondern...(neu; aufpassen!):
die Faltung der Proteine
und ihre Beeinflussung durch Umwelt, Familie, Ernährung und Psyche. In den Genen mögen zwar die Baupläne des Lebens stecken, so meint sie, aber tatsächlich sind es die Proteine, die an vorderster Front mitmischen.
Geht's etwas genauer? Gene bestimmen lediglich die Reihenfolge einzelner Aminosäuren in einer Eiweißkette. Mehr nicht. Und diese Eiweißkette ist biologisch inaktiv. Nützt uns gar nichts.
Das war der große Irrtum des Genomprojektes.
Um biologisch aktiv zu werden, um also zu wirken, müssen diese Aminosäureketten sich erst raffiniert falten und besondere Strukturen annehmen. Und diese Faltung erfolgt eben nachweislich nicht nach den Vorgaben der Gene sondern in Abhängigkeit
von dem Milieu
Das war's. Gene antworten auf Ihren Lifestyle. Andersherum: Ihr Lebensstil bestimmt die Wirkung Ihrer Gene. Die Gene selbst sind ein leeres Programm. Verstehen Sie jetzt – ein bisschen besser – die Idee von forever young? Das tägliche Bewegen. Das genetisch korrekte Essen. Die tägliche Meditation.