Ist der Tod heilbar?

Könnte man meinen. Tatsächlich. Nach Lektüre einer außergewöhnlichen Studie der Universität Ludwigshafen. In Deutschland. Genannt LURIC-Studie. Da haben die an ungewöhnlichen Patienten etwas Ungewöhnliches gefunden:

Alles Patienten mit metabolischem Syndrom. Sie kennen sich aus: Übergewicht, Bluthochdruck, Blutfett, Diabetes. Schwerkranke Menschen. Alle hatten bereits eine Koronar-Angiographie hinter sich. Diesen (durchaus gefährlichen) Eingriff macht man ja nicht zum Spaß. Da müssen erhebliche Beschwerden bei jedem einzelnen Patienten vorgelegen haben. Und jetzt kommt’s:

Vor diesem Eingriff wurde der Vitamin D Spiegel im Blut bestimmt. Und dann hat man 7,7 Jahre gewartet.

Ergebnis: Patienten mit dem höchsten Spiegel an Vitamin D (dabei noch ausdrücklich suboptimal, nämlich unter 75 nmol/l) hatten verglichen mit den Patienten, die einen schweren Vitamin D Mangel aufwiesen (unter 25 nmol/l) eine

um 75 % verringerte Todesrate.

Das war’s auch schon. Ein Vitamin, noch nicht einmal in normaler, richtiger Dosierung (die wäre nämlich 100 – 200 nmol/l), also nur unter 75 nmol/l verhindert den Tod bei von vorneherein gefährdeten Patienten um 75 %. Was wäre, wenn…? Was wäre, wenn man hier vergleichen würde mit Patienten, die die richtige Menge Vitamin D im Blut hätten? Würden wir dann 100 % "Todesfreiheit" verzeichnen?

Spannend.

Dieses dramatisch zu nennende Ergebnis lässt sich differenzieren: Der sogenannte plötzliche Herztod wurde zu 85 % verhindert. Und Tod durch Herzschwäche um 76 %. Auch dies sensationelle Zahlen. Laut der LURIC-Studie, laut der Universität Ludwigshafen zurückzuführen auf Vitamin D.

PS: Erinnern Sie sich? Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach, fast Gesundheitsminister geworden? Wörtlich auf Spiegel online: "Ich glaube, das wird der letzte Vitaminhype sein… Es würde mich aber nicht wundern, wenn sich auch bei Vit D herausstellen würde, dass es in Pillenform nichts bringt ." 12.05.2013 News www.strunz.com … Sicher steht er damit nicht allein. Ich wette, dass 150 000 der 160 000 deutschen Ärzte genauso denken.

Wofür arbeitet die Uni Ludwigshafen überhaupt? Weshalb nicht die Forschung in Deutschland sofort stoppen? Wenn sich sowieso kein Arzt an die Ergebnisse hält? Oder hat ihr Hausarzt beim letzten Besuch Ihren Vitamin D Spiegel im Blut gemessen? Hat er nicht? Sehen Sie.

Gibt es irgendein Pharma-Medikament, welches die Todesrate um 75% senkt? Nein, gibt es nicht. Wozu dann die Pharmaindustrie?