Erstmals ist es jetzt Pathologen an der Universität von Otago (Neuseeland) gelungen, einen Zusammenhang aufzuzeigen zwischen Vitamin C und Krebs-Aktivität sowie Tumor-Größe.
Durch sehr präzise Bestimmung von Krebsgenen (Transkriptionsfaktoren) wie HIF-1alpha und den Folgeprodukten GLUT-1, BNIP3 und VEGF. Will sagen: Eine sehr wissenschaftliche Arbeit.
Je tiefer der Vitamin C-Gehalt, desto stärker aktiviert waren die schädlichen Faktoren, desto größer war der Tumor. Und andersherum: Je höher der Gehalt an Vitamin C, desto weniger aktiv waren diese biochemischen Marker.
Vitamin C verhindert (oder heilt?) also Krebs. Für das NIH als führende Forschungsinstitution dieser Welt ein alter Hut. Ich hatte Ihnen ja mehrfach berichtet. Aber wie gesagt: Das gilt in den USA, das gilt jetzt auch in Neuseeland. In Deutschland aber sieht das ganz anders aus.
Da äußert sich am 17.07.2011 (WamS 29) der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Einer staatlichen Institution, die direkt zuständig ist für Vitamine. Professor P. Stehle also, Ernährungsphysiologe an der Uni Bonn wird zitiert:
"Wir hatten in Deutschland in den letzten Jahren noch nie einen Mangel an Vitamin C – oder haben Sie schon einmal von Skorbut-Fällen gehört?"
Für Professor Stehle ist Vitamin C also Skorbut. Eine Krankheit des 16. Jahrhunderts. Eine Seefahrerkrankheit. Der Zusammenhang zwischen Skorbut und Vitamin C wurde 1931 entdeckt und bewiesen. Ist also Wissensstand vor 80 Jahren. Inzwischen haben wir dazugelernt, sollte man meinen.
Tausende Wissenschaftler inzwischen haben entdeckt, dass es außer Skorbut noch andere Krankheiten gibt, was Vitamin C-Mangel anlangt. Zum Beispiel Krebs. Sie haben soeben darüber gelesen.
In Deutschland der DGE offenbar unbekannt. Ich verstehe Prof. Antes, Freiburg immer besser mit seinen Äußerungen über den globalen Wissenspool, von welchem deutsche Ärzte häufig abgeschnitten seien.