KetoCal

Artikel #489 vom 24.10.2011

ist eine neuentwickelte, patentierte ketogene Diät für Kinder. Enthält nur 3,3% KH. Für Kinder mit Epilepsie. Denn Epilepsie kann manchmal geheilt, oft deutlich abgeschwächt werden durch völligen Verzicht auf Kohlenhydrate. Den Gedanken könnte man ja (ist das erlaubt?), umdrehen: Kohlenhydrate, also genetisch nicht korrekte Kost, machen uns krank. Machen auch Epilepsie.

An der Universität Boston hat man weiter gedacht. Hat diese neuentwickelte KetoCal an Mäusen getestet. Welchen man (menschliche) Krebszellen in das Gehirn gepflanzt hat. Mäusen also mit schnell wachsenden Hirntumoren.

Und fand - wenn das keine Sensation ist - dass das Wachstum der Tumoren um 65% (Astrozytom) und um 35% (bösartiges Gliom) vermindert wurde. Die Tumore also langsamer wuchsen. Das Krebsgewebe signifikant weniger durchblutet wurde. Und die Überlebenszeit der kohlenhydratfrei ernährten Mäuse signifikant anstieg.

Heißt praktisch: Zuckerentzug hilft auch gegen Krebs im Gehirn.

Sie verstehen, liebe Leser, weshalb ich Ihnen immer und immer wieder vom Zusammenhang zwischen Krebs und Kohlenhydraten berichte. Es tut nämlich sonst kaum jemand. Sie würden diese glücklichen Nachrichten ja nirgendwo sonst lesen.

Woher ich das weiß? Soeben habe ich einen Patienten mit operiertem Hirntumor, jetzt ausgedehnten Metastasen in die Uniklinik eingeliefert. Von dieser neuen Behandlungsmöglichkeit ist dort nichts (in Worten NICHTS) bekannt. Und die hier zitierte Arbeit von 2007 trägt die Überschrift:

The calorically restricted ketogenic diet, an effective alternative
therapy for malignant brain cancer

Meine aktuelle Bitte war: Man könnte es doch wenigstens zusätzlich versuchen, oder?


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