Jetzt wachen sie auf

Artikel #448 vom 17.01.2011

die Firmen. Die pharmazeutischen Companies. Und wittern neue Märkte.

Ich spreche soeben von Krebs. Wissend, dass 20 Prozent des gesamten Gesundheits-Budgets in den USA allein für Chemotherapie ausgegeben wird. Wussten Sie das? Chemotherapie, in 50 Prozent aller Krebsfälle von vorne herein sinnlos, beherrscht die Kassen. Die Krankenkassen.

In 50 Prozent sinnlos? Klar bewiesen durch Professor Hölzel, abgedruckt Spiegel 41/2004.

Und dann kam Dr. Coy. In Deutschland eine Randfigur. In den USA beherrscht seine Entdeckung die derzeitige Krebsliteratur. Und prompt wachen die großen Firmen auf.

Es geht heute nicht mehr darum, Krebszellen und leider auch gesunde Körperzellen tot zu machen. Sondern es geht um die Ernährung der Krebszelle. Um deren Stoffwechsel. Um den unersättlichen Appetit jeder Krebszelle, den Appetit auf

                                              Zucker


Die Entdeckung von Dr. Coy. Längst bekannt und angewandt von den Radiologen in Deutschland. Bei jeder PET-Untersuchung, wo der Hunger der Krebszelle auf Zucker mit radioaktivem Marker ausgenutzt wird.

"Die nächste große Welle bei den Krebsmedikamenten heißt die Versorgung mit oder den Entzug der Nahrung." Meint Dr. David Schenkein von Agios Pharmaceuticals. Unter den Gründern dieser Firma auch der berühmte Dr. Craig B. Thomson, der neue Präsident vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York City.

Auch andere Firmen wie Cornerstone Pharmaceuticals oder Myrexis sind auf den Zug aufgesprungen. Schon Anfang des Jahres hat die bekannte Firma AstraZeneca eine Zusammenarbeit mit Cancer Research UK in England angekündigt. Es geht um Tabletten, die den Stoffwechsel der Krebszelle beeinflussen sollen. Den Zuckerstoffwechsel.

Und weil kranker Zuckerstoffwechsel ja Diabetes bedeutet, haben sich zu diesem Thema zusammengefunden im Sommer 2010 die American Cancer Society und die American Diabetes Association, da man ja wusste, dass Patienten mit Diabetes Typ 2, also mit erhöhtem Blutzucker auch häufiger Krebs bekommen.

In der USA also wird gearbeitet. Schließlich geht es hier um Milliarden Dollar. Gearbeitet natürlich an Medikamenten. Einfach Zucker nicht zu essen...daran verdient man nix. Und in Deutschland? Höre ich soeben nach einer Wunderheilung (Bauchspeicheldrüsenkrebs, nicht operabel, nach 6 Monaten einfach weg) höre ich also vom behandelnden Professor in Mainz:

               "Jetzt müssen WIR uns doch einmal mit dieser Diät befassen."

Wie ich diese Tonart kenne ...

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