Wenn eine fehlt ...
Artikel #414 vom 24.05.2010
... sind Sie tot. Unvermeidlich. Gemeint sind essentielle Substanzen. Solche Dinge wie Magnesium oder Zink oder Vitamin E oder Vitamin C oder Tryptophan. Was mich und zunehmend auch Sie beschäftigt ist die Frage, was passiert, wenn solche Stoffe dem Körper nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Ich kann's Ihnen sagen: Dann erleben Sie den deutschen Alltag.
Diesem banalen Wort "tot" ist man jetzt von oberster Stelle in der USA nachgegangen. Nämlich das Center for Diseases Control and Prevention zusammen mit dem US National Health Center for Health Statistics. Und die haben (für 2005) ausgerechnet, dass
Omega 3-Mangel ... 72.000 - 96.000
amerikanische Bürger tötet. Pro Jahr.
Die (errechnete) Studie wird nicht angezweifelt. Wenn überhaupt, so kritisiert Prof. Shao vom Council for Responsible Nutrition die Tatsache, dass in der Studie leider nicht auch auf die "Schlüsselsubstanz Vitamin D" eingegangen wurde. Die sei mindestens ebenso wichtig.
Sicher richtig. Mir genügt eigentlich das Wissen, dass der Deutsche täglich 0,1 Gramm Omega 3 zu sich nimmt. Und selbst die DGE heute 1,0 empfiehlt. Außer dieser Empfehlung ... irgendwelche praktischen Konsequenzen? Verschreibt jetzt jeder Hausarzt Omega 3?
Nur mal unter uns: Die Studie ging noch weiter. Untersucht wurde neben Omega 3-Mangel auch andere Risikofaktoren, ganz kurz aufgelistet mit der Anzahl der "überflüssigen Toten" (Zitat):
| Rauchen |
436.000 - 500.000 |
| Bluthochdruck | 372.000 - 414.000 |
| Übergewicht |
188.000 - 237.000 |
| Bewegungsmangel | 164.000 - 222.000 |
| Diabetes | 163.000 - 217.000 |
| LDL-Cholesterin |
94.000 - 124.000 |
| Kochsalz | 97.000 - 107.000 |
Pro Jahr. Zum Vergleich: Der Vietnamkrieg hat meines Wissens etwa 60.000 amerikanische Menschenleben gekostet.