Schlaganfall
Artikel #408 vom 12.04.2010
Läufer kriegen keinen. Aus verschiedensten Gründen. Da bin ich mir persönlich recht sicher. Meine private Annahme wird soeben gestützt durch ein Ergebnis der sogenannten "National Runners' Health Study".
Veröffentlicht in Stroke 2009;40:1921.
Da hat man ganz einfach 41.402 Läufer beobachtet. Im Schnitt 7,7 Jahre. Und hat eine sehr genaue Beziehung gefunden zwischen den täglichen Laufkilometern und der Möglichkeit eines Schlaganfalles.
Zwei Zahlen: Pro mehr gelaufenen Kilometer täglich sank das Schlaganfallrisiko um 11%. Und wenn man genau nachjustiert hat, also berücksichtigt hat Diabetes, Cholesterin, Bluthochdruck und BMI, dann blieben immer noch:
Pro Laufkilometer mehr
7% weniger Schlaganfall
Und wenn man das Ganze aufschlüsselt: Verglichen wurden Menschen die weniger als 2 Kilometer täglich gelaufen sind mit Läufern, die 8 Kilometer und mehr jeden Tag gerannt sind: Der Unterschied war 60%. Sie können mit 8 Kilometern täglich (oder mehr) Ihr Schlaganfallrisiko um 60% senken.
Um 60%
Was mich als Arzt an dieser Studie besonders interessiert: Vergleichen Sie doch bitte mal News www.drstrunz.de vom 15.2.10. Da geht es (in rel %) um etwa 20%. Durch Einnahme einer milliardenteuren Tablette.
Wenn Sie das vergleichen, werden Sie verstehen, weshalb Volksgesundheit immer ein Traum bleiben wird. Nie erreicht wird, obwohl sie möglich wäre: Am viel wirksameren Laufen verdient man nix.