Das Interesse an Vitamin D

Artikel #390 vom 07.12.2009

wächst und wächst und wächst. Inzwischen wird Vitamin D bereits "das Antibiotikum der Natur" genannt.

Und als "der wohl entscheidende Stoff für globale Gesundheit" bezeichnet. Wobei Prof. A. Gombart von der Oregon State University feststellt, dass etwa 70% der amerikanischen Bevölkerung zu tiefe Vitamin D-Spiegel im Blut hätten.

Eine Zahl, die laut Robert Koch Institut, Berlin, ja auch für Deutschland gilt. Kurze Zwischenbemerkung: Dann müssten also 70% aller Deutschen, die eine Arztpraxis besuchen, Vitamin D verschrieben bekommen. Ist das der Fall? Wozu haben wir dann ein Robert Koch Institut?

Vitamin D spielt nach wachsenden medizinischen Erkenntnissen eine entscheidende Rolle bei Ihrer Immunabwehr. Stichwort Schweinegrippe. Eine Erklärung dafür ist laut Prof. Gombart, dass Vitamin D ein Gen namens Cathelicidin stimuliert, welches antimikrobiell wirkt.

Vitamin D reguliert aber auch unser autoimmunes System. Dies erklärt, weshalb Vitamin D im Säuglingsalter die spätere Bildung von Diabetes Typ I verhindert oder weshalb ein genügend hoher Vitamin D-Spiegel in der Schwangerschaft die Entwicklung von Multipler Sklerose verhindert. Gilt auch für Psoriasis oder Rheuma.

Und seit die beinahe sensationelle Schutzwirkung von Vitamin D vor Schlaganfall und Herzinfarkt aufgezeigt wurde (News vom 30.11.) sollte eigentlich (eigentlich!) kein Patient die Arztpraxis verlassen, ohne dass sein Vitamin D-Spiegel im Blut bestimmt wurde.

Vitamin D ist das Sonnenvitamin. Schon bei den Ägyptern war die Sonne das Lebenssymbol. Wie wahr.

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