Langsam wird's lästig
Artikel #389 vom 30.11.2009
ermahnt mich soeben ein Arzt, ein Kollege, ich möge Sie, lieber Mitmensch, sehr viel eindringlicher auf Gemüse hinweisen und nicht immer so auf Vitaminen herumreiten. Gemüse würde helfen gegen Krebs und Herzinfarkt. Und eben nicht Vitamine.
Das wirklich Schlimme ist, dass die FAZ recht hat. Dass 80% der deutschen Ärzte eben nicht englisch lesen. Nichts wissen vom neuesten Herzkongress in Orlando, Florida. Der American Heart Association`s Scientific Conference. Jetzt im
November 2009.
Die Sensation dieses Herzkongresses war wieder mal eine kleine…Vitaminstudie. Vitamin D und Herzinfarkt. Deswegen so besonders schön, weil hier gemessen wurde. An 27.686 Patienten. Der Vitamin-D-Spiegel.
Die wurden in drei Gruppen eingeteilt. Unter 15 ng/ml, von 15-30, und dann über 30 ng/ml Vitamin D im Blut. Normalbereich laut forever young-Vitaminbuch: 30-60 ng/ml.
Die mit dem tiefsten Spiegel hatten
• 78% mehr Schlaganfall
• 45% mehr Herzkranzgefäßverkalkung
• 77% mehr Todesfälle
Das sind wirklich dramatische Zahlen. So noch nie gehört. Dramatisch deshalb, weil Sie mir ja täglich Vitamin-D-Werte unter 15 bieten und...sich nichts Böses dabei denken. Das ist eben so.
Vitamin D kommt aus Fischöl oder der Sonne. Bedeutet praktisch: In Deutschland nix oder zu wenig. Das ist eben so. Jetzt lesen Sie bitte noch mal die %-Zahlen.
Und da gibt es also immer noch Kollegen, Ärzte, die aufs Gemüse allein schwören. Dürfen sie ja. Für sich persönlich. Aber den Patienten sollte man doch ein bisschen wissenschaftliche Wahrheit vermitteln.
Vitamin D. Ich persönlich brauche 4.000 i.E. täglich. Gemessen.