Unheil Säureblocker

Artikel .1004 vom 18.03.2019

Neben den Statinen (schlimm genug) gehören Säureblocker (Protonenpumpenhemmer, PPI) zu den am häufigsten verschriebenen Arzneimitteln weltweit. In den zurückliegenden 10 Jahren haben sich die Verordnungen von PPI (z. B. Omeprazol, Pantoprazol) mehr als verfünffacht.

Bekommt routinemäßig jeder Krankenhauspatient, der einige andere Medikamente schlucken muss. Als „Magenschutz“. Genau das habe ich vor 40 Jahren an der Uni auch geglaubt, habe PPI freizügig verschrieben.

Schlimme ärztliche Fehlleistung. Meinerseits. Folgen ein paar Erläuterungen.

All diese Tatsachen und Zusammenhänge waren mir an der Uni unbekannt. Sind heute jedem Arzt frei zugänglich nachlesbar. Und dennoch: Jeder Patient, der sich mir nach Krankenhausaufenthalt vorstellt, hat Säureblocker verschrieben bekommen. Genauso automatisch wie ASS und Statine.

Natürlich verstehen Sie alle, dass Säureblocker äußerst hilfreich sein können bei Sodbrennen, bei Reflux, bei schwerer Gastritis. Aber genau da sind wir wieder am Punkt. Sie wissen inzwischen, dass Verzicht auf Kohlenhydrate die gleiche segensreiche Auswirkung haben kann. Lesen Sie doch noch einmal den Artikel „Sodbrennen“ vom 17.09.2018.

Der Verzicht auf Kohlenhydrate hat keine Nebenwirkungen. Pantoprazol eben doch (siehe oben). Wie muss der Arzt sich entscheiden? Nun, er hat gelobt, „primum nil nocere“. Sein oberster Grundsatz, so behauptet er jedenfalls, sei es, nicht zu schaden. Wichtiger als alles andere wie Behandlung oder Heilung.

Kurz nachdenken?

Quelle: U. Gröber „Arzneimittel und Mikronährstoffe“

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