Wir kümmern uns

an der falschen Stelle. Wir, das sind wir Ärzte, das sind Stiftungen wie die von Dr. Burda, das sind Promis wie Dieter-Thomas Heck ... . Wir alle kümmern uns, damit etwas Grausliches aus unserem Leben verschwindet. Der Dickdarm-Krebs.

Und wir haben Erfolg. Großes Lob. Stolz. Tatsächlich sinkt in Deutschland die Zahl der Todesfälle an Colon- Carcinom von

  1998 29700    
  2000 29000    
  2002 28900    
auf 2004 27783 Tote. Nur noch.

Ein Erfolg. Nicht so ganz überzeugend, aber ein Erfolg, 6,5% Abnahme. Leider nur die halbe Wahrheit.

Auch die Zahl der Neuerkrankungen ist bekannt. Also all der Deutschen, die pro Jahr Dickdarmkrebs bekommen. Hier folgende Zahlen:

     1998 57000
     2000 66000
     2002 71000
     2004 73250

Erschreckend. Die Realität. Dramatische Zunahme, nämlich 28,5% von Dickdarm-Krebs in Deutschland. Und Krebs bekommen ist etwas fürchterliches. Die Angst, die Unsicherheit, die grausliche Behandlung... All das nimmt dramatisch zu.

Warum? Nun ja. Das Denken der Institutionen wie der Ärzte richtet sich eben auf die Früherkennung. Früherkennung von bereits bestehenden Krebsen. Von Krebs-Vorstufen.

Richtet sich nicht auf die Verhinderung. Auf die Krebs-Ursachen. Auf die Möglichkeit, Darmkrebserkrankung völlig abzustellen. Nämlich alle 73250 pro Jahr. Wie das geht, ist bekannt. Nur ... unbequem. Auch für den Arzt. Mir brauchen Sie das nicht zu sagen. Mir brauchen Sie nicht zu erzählen, wie mühsam es ist, Menschen etwas über Vitamine, über andere Ernährung, über das Laufen zu erzählen. Und sie dann auch praktisch an die Hand zu nehmen.

Wenige, ganz wenige Ärzte trauen sich an die Ursachen der Krebserkrankung heran.

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