Ihr Waterloo ...

erlebte die Psychiatrie und Psychotherapie 1949. Als ein australischer Psychiater, Dr. J. Cade, einen 51-jährigen Patienten (aus völlig falschen Gründen) 5 Tage mit Lithium fütterte. Nur 5 Tage.

Der Patient war manisch depressiv, unkontrollierbar und deswegen schon seit 20 Jahren weggeschlossen. Dank Lithium nun war dieser Geisteskranke ab dem 6. Tag normal. Wurde 3 Monate später entlassen und ging nach Hause.

Auf die Idee, dass auch das Gehirn genau wie der Körper einen Stoffwechsel hat, dass auch das Gehirn, genau wie der Körper, auf bestimmte Substanzen und Moleküle angewiesen ist, wenn es funktionieren soll, muss man erstmal kommen.

Auch heute noch. In Deutschland leben 120.000 Kinder mit Krampfanfällen, mit Epilepsie. Bekommen Tabletten. Die bei einem Drittel leider nicht wirken.

In der Not erinnerte man sich, dass auch das Gehirn einen Stoffwechsel hat. Und ernährte die Kinder mit möglichst wenig Kohlenhydraten. Also genau so, wie Kinder von Eskimos ernährt werden: Eiweiß, Vitamine, Öl (30% Eiweiß, 70% Öl). Diese Ernährung nennt man ketogene Diät. Wieso eigentlich Diät? Das klingt so künstlich ... Eskimos leben Diät?? Ich glaube, die essen einfach!

Eine Metaanalyse, also die Zusammenfassung von 11 Studien (Pediatrics 105 (2000) ergab, dass bei 56% der Kinder die Krampfanfälle sich halbierten, dass 16% der Kinder geheilt waren.

Natürlich ist es eine völlig abseitige Idee, also meine Idee, dass diese Art der Ernährung die normale, die richtige ist. Und dass die üblichen Kohlenhydrat-Kinder (Bäcker, Konditor) immer an der Grenze der Stoffwechselentgleisung leben ...

In der Medizin gilt: wer heilt, hat recht. Eskimos jedenfalls leben eindeutig gesünder.

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